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Torschütze: Kay Sodys war in Hattingen mit sieben Treffern bester Recklinghäuser Werfer.

Handball

PSV: Zu viele Fehler, zu viele Pfiffe

HATTINGEN - Die PSV Recklinghausen hat den Rückrunden-Auftakt in der Verbandsliga in den Sand gesetzt. Bei TuS Hattingen gab es zum Abschluss des 14. Spieltags am Sonntag eine 24:30 (10:12)-Niederlage.

Die Jungs diskutieren in der Kabine immer noch“, berichtete Trainer Christian Pieper etliche Minuten nach Spielschluss. Es ist zu vermuten, dass die Diskussionen noch eine Weile angedauert haben dürften. „Ich glaube, wir hatten die Chance, etwas mitzunehmen. Wenn man das dann nicht schafft, dann ist das natürlich immer doppelt ärgerlich“, so Pieper, der zusammen mit Michael Brannekämper das Recklinghäuser Trainerduo bildet. Für die Niederlage gibt es einige handfeste Belege. Zwar erzielte die PSV in fremder Halle 24 Tore, leistete sich im Gegenzug aber auch satte 21 Fehler. Schon der Auftakt verlief holprig: „Wir starten mit zwei technischen Fehlern und einem Fehlwurf“, berichtet Christian Pieper. Es dauerte, ehe die PSV im Spiel war. Dann allerdings begegnete sie Hattingen auf Augenhöhe. Bis zum Halbzeitstand von 12:10 für die Gastgeber blieb die Begegnung zwar rechnerisch offen, den Trainer beschlich aber bereits da ein ungutes Gefühl: „Ich will nicht über die Schiedsrichter meckern, aber ich hatte immer das Gefühl, dass bei allen 50:50-Entscheidungen immer gegen uns gepfiffen wurde.“ Nach dem Spiel hatte Hattingen acht, die PSV drei Siebenmeter zugesprochen bekommen – im Gegenzug der TuS nur vier Zeitstrafen kassiert, die PSV aber neun. Pieper: „Wobei ich nicht fand, dass sich beide Abwehrreihen etwas getan haben.“ Den Start in die zweite Hälfte verschliefen die Gäste zwar, sie konnten sich aber bis zur 48. Minute auf 20:22 herankämpfen. Den Anschlusstreffer erzielte Kay Sodys, in Hattingen bester Recklinghäuser Schütze, aus dem erweiterten Gegenstoß. Grasediek sieht die Rote Karte „Er geht durch zwei Spieler, gerät in Bedrängnis und die Schiedsrichter geben nur Tor. Hattingen macht schnelle Mitte und es passiert auf der Gegenseite die gleiche Situation, aber diesmal gibt es gleich eine Zeitstrafe gegen uns“, schildert der Recklinghäuser Trainer. Als die PSV kurz darauf in doppelte Unterzahl gerät und Jannis Grasediek nach der dritten Zeitstrafe die Rote Karte sieht (54.), ist die Begegnung endgültig entschieden. Hattingen setzt sich in der Schlussphase mühelos ab.

PSV Recklinghausen: Papaioannou, Beermann; Lange (2), S. Berg (3), Kleine (3), Grasediek (1), Sodys (7), Weber (3/1), Pamp (1), P. Berg (2), Hülsmann, Strotmann (2)

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