Das Bezirksliga-Derby Anfang Oktober gewann der HTV (schwarze Hemden) in der Walter-Lohmar-Halle noch mit 30:22.
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Das Bezirksliga-Derby Anfang Oktober gewann der HTV (schwarze Hemden) in der Walter-Lohmar-Halle noch mit 30:22.

Handball

Trennen sich bald wieder die Wege des HTV 95/28 und der ETG Recklinghausen?

  • Meike Holz
    vonMeike Holz
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  • Kevin Korte
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Im letzten Mai stiegen der HTV 95/28 und die ETG Recklinghausen aus der Landesliga ab. Eine Etage tiefer haben beide Klubs mittlerweile ganz unterschiedliche Sorgen.

Ins neue Jahr starten die "Ludwiger" von Trainer Andreas Gutzeit zwar als Tabellenzweiter, haben aber mit der Nachholpartie gegen Teutonia Riemke II (9. Januar, 20 Uhr, Overberghalle) noch Chancen auf die Herbstmeisterschaft. Der HTV hielt nach dem Abstieg aus der Landesliga den Großteil des Kaders zusammen und spielt eine nahezu einwandfreie Serie. Zuletzt gewann der Bezirksligist das Topspiel gegen Spitzenreiter HSC Haltern-Sythen II. Die direkte Rückkehr in die Landesliga scheint möglich.

Für HTV-Torhüter Hendrik Kesseler liegt ein Schlüssel zum Erfolg in der guten Abwehrarbeit: „Wir haben viele gute Spiele gezeigt.“ So beispielsweise auch im Derby bei der ETG. Worüber sich die Nummer 71 des aktuellen Bezirksliga-Zweiten besonders freut: „Unsere Abwehr ist sehr stark“, sagt der Recklinghäuser, der von der guten Vorarbeit seiner Vorderleute beziehungsweise von dem guten Zusammenspiel mit ihnen profitiert. „Ich kann mich nicht beklagen“, sagt Kesseler.

25 Gegentore kassierte die Mannschaft von Trainer Andreas Gutzeit in den bisherigen zehn Spielen durchschnittlich. Zum Vergleich: Tabellennachbar FC Erkenschwick muss 27 Treffer im Schnitt hinnehmen, der FC Schalke 04 II (Tabellenzehnter) gar 30.

Dünner Kader bei Stadtrivale ETG

Mit im Schnitt 26 kassierten Treffer ist die ETG Recklinghausen sogar im oberen Drittel zu finden. Das ist für Rückraumspieler Andreas Driesel allerdings nicht der Hauptgrund für die Misere beim abstiegsbedrohten Tabellenelften. „Durch die dünne Spielerdecke, können wir wenig wechseln, sind dadurch nicht variabel und deshalb zu leicht auszurechnen.“

Der 34-Jährige erinnert: Mit bis zu fünf Außenspielern agiert die ETG auf der Platte. Auch Driesel ist gelernter Außen, rückte bei den Eisenbahnern in den Rückraum. Die Rolle nimmt er gern an: „Allerdings ist in den letzten Jahren nichts nachgekommen.“ Nach dem Landesliga-Abstieg verließen Juliano Windmüller und Alexander Stautenberg die ETG, Spielertrainer Steffen Lüning trat nach der Stadtmeisterschaft zurück. „Die Lage ist, wie sie ist. Wir können uns keine Spieler backen. Da ist der Verein gefragt“, sagt Driesel.

Dennoch strahlt der Routinier Zuversicht aus: „Wir kommen da unten wieder raus“, sagt der 34-Jährige. Bei aktuell drei Absteigern liegt die ETG auf dem rettenden 14. Platz. Die Eisenbahner mit den Partien bei Schlusslicht SG Linden-Dahlhausen (11. Januar) und acht Tage später gegen den Vorletzten TuS Bommern II ins neue Pflichtspieljahr. „Das sind Pflichtaufgaben. Da müssen wir gewinnen“, sagt Driesel. Einen Sturz in die Kreisliga will man bei den Eisenbahnern mit aller Macht verhindern.

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