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Mehr Durchschlag braucht die PSV, der Angriff ist bislang das Manko beim Recklinghäuser Verbandsligisten. Die Hoffnungen im Rückraum ruhen unter anderem auf Simon Berg.

Handball - Verbandsliga

PSV: Der Druck wird größer

RECKLINGHAUSEN - Pünktlich zum Start in die Rückrunde hat in der Verbandsliga 2 eine irre Rallye begonnen. Im Tabellenkeller geht es auf einmal ganz eng zu, der Vorsprung der PSV Recklinghausen ist nur noch winzig. Gerade einen Punkt ist die Sieben des Trainerteams Michael Brannekämper/Christian Pieper von einem Abstiegsplatz entfernt.

Grund: Aus den vergangenen neun Spielen holte die PSV nur drei Zähler, der starke Saisonstart ist damit aufgebraucht. Auf der anderen Seite kommen die Konkurrenten im Tabellenkeller in Schwung: Teutonia Riemke (gegen Bommern) und HSV Plettenberg/Werdohl (gegen Hattingen) haben zuletzt dank überraschender Siege aufgeschlossen.

Ausgerechnet jetzt trifft die PSV auf eine der formstärksten Mannschaften der Liga: Die Zweitmannschaft des VfL Eintracht Hagen stellt sich am Samstag in der Halle Nord vor. Die Reserve des Zweitligisten dürfte zwar kaum noch in den Titelkampf eingreifen, kommt aber mit der Empfehlung von sieben Siegen in den letzten acht Partien nach Recklinghausen, darunter jüngst ein 35:32 über den starken Aufsteiger Westfalia Hombruch.

„Hagen hatte einen schlechten Start, normalerweise ist das eine Mannschaft für ganz oben“, sagt Recklinghausens Trainer Christian Pieper. Respekt hat er vor allem vor Ex-Profi Sebastian Schneider: „Der zieht cool die Strippen, aber auch der Rest ist nicht talentfrei. Das ist schon eine Aufgabe.“

Bei der es vor allem auf die Offensive ankommen dürfte, und genau hier haperte es zuletzt immer wieder. „Es ist ja nicht so, dass wir uns keine Chancen und freie Würfe herausspielen würden“, sagt Pieper. „Aber wie das in unserer Situation nun mal ist, geht der Ball vom Innenpfosten immer raus, während er woanders reingeht.“

Angesichts der engen Konstellation im Tabellenkeller ahnt der Trainer: „Es kommen sicher noch viele überraschende Ergebnisse in dieser Saison, weil es für viele Mannschaften frühzeitig um nichts mehr geht, da Haltern sich das vorne nicht mehr nehmen lassen dürfte. Umso wichtiger wäre es, dass auch wir mal einen Punkt landen könnten, wenn keiner damit rechnet.“

PSV Recklinghausen - VfL Eintracht Hagen II; Sa., 19.30 Uhr – Halle Nord, Halterner Straße.

Wie an diesem Samstag. Personell kann der Trainer aus dem Vollen schöpfen.

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