+
Abwärts: Kreisläufer Philipp Berg und die PSV wollen gegen Dortmund den Negativtrend stoppen.

Handball Verbandsliga

PSV will zurück zu den Basics

RECKLINGHAUSEN - Im Herbst, als die PSV Recklinghausen sensationell beim damaligen Titelanwärter OSC Dortmund gewann (27:26), da lief die Party auf Hochtouren. Der Kater ist mit Verspätung eingekehrt: Die Rückfahrt am letzten Samstag aus Plettenberg, wo die PSV eine derbe 26:36-Klatsche kassierte, war eher trostlos.

Christian Pieper, der zusammen mit Michael Brannekämper das Recklinghäuser Trainer-Duo bildet, würde gerne den Resetknopf drücken, doch das ist in der aktuellen Situation schwer möglich. „Ich glaube, wir tun gut daran, auf uns zu schauen und nicht auf das, was andere machen“, sagt Pieper.

Dabei ist ein Blick auf den kommenden Gegner verlockend: Der OSC dümpelt mit 18:14 Punkten im grauen Mittelfeld der Liga herum, hat sich frühzeitig von allen Ambitionen verabschieden müssen. Ein Grund ist das Verletzungspech, das die Dortmunder heimgesucht hat.

Gerade zehn Spieler bot der OSC bei der 28:35-Niederlage in Hattingen auf, das fürs letzte Wochenende angesetzte Heimspiel gegen Bergkamen wurde verlegt. „Für Dortmund geht es um nichts mehr“, sagt Christian Pieper. „Ob die sich noch mal voll reinhängen, gerade in der personellen Konstellation, ist die Frage.“

Auf der anderen Seite könne es auch sein, dass die Dortmunder Handballer nach dem umkämpften, von einigen strittigen Schiedsrichterentscheidungen begleiteten Hinspiel mit Schaum vor den Mund anreisen wird. Christian Pieper: „Wenn die zweimal gegen uns verlieren sollten, wären die doch die Deppen der Liga.“ Der Recklinghäuser Übungsleiter versucht, die Begleitumstände so gut es geht auszublenden, er will mit seiner Mannschaft zurück zu den Basics.

Hinter zupackend, vorne fokussiert

Wie etwa der Abwehrarbeit. 29 Gegentreffer gegen Eintracht Hagen II, wo die PSV immerhin noch punktete, 36 beim direkten Konkurrenten im Tabellenkeller Plettenberg/Werdohl sind deutlich zu viele für ein Team, das seine Stärken bislang in der Deckung hatte. „Und trotzdem haben wir in allen Spielen immer noch eine Unzahl an klaren Chancen und Siebenmetern liegen lassen“, sagt der Recklinghäuser Trainer.

PSV Recklinghausen - OSC Dortmund; Sa., 19.30 Uhr – Halle Nord, Halterner Straße 125.

Hinten wieder zupackender als zuletzt, vorne deutlich fokussierter als in weiten Teilen der Saison – so wünscht sich Pieper sein Team am Samstag gegen den OSC und vor allem in den folgenden beiden Spielen bei Teutonia Riemke und gegen die SG Schalksmühle-Halver II. „Vier Punkte aus den drei Spielen sind Pflicht“, sagt der Trainer. „Mit den Punkten, die wir bis jetzt haben, bleiben wir nicht drin.“

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Parkchaos rund um das Hülser Freibad
Parkchaos rund um das Hülser Freibad
Unfall an der Kreuzung "Im Knäppen"/ Brambauerstraße: Jetzt gibt es Details
Unfall an der Kreuzung "Im Knäppen"/ Brambauerstraße: Jetzt gibt es Details
RevuePalast Ruhr - so erfolgreich lässt Christian Stratmann die Travestie-Puppen tanzen
RevuePalast Ruhr - so erfolgreich lässt Christian Stratmann die Travestie-Puppen tanzen
Spektakuläre Flucht Bochumer Häftling bleibt verschwunden - Grobe Mängel in der JVA 
Spektakuläre Flucht Bochumer Häftling bleibt verschwunden - Grobe Mängel in der JVA 
Erst stieg nur Rauch aus Paketwagen auf - dann wurde es noch schlimmer
Erst stieg nur Rauch aus Paketwagen auf - dann wurde es noch schlimmer

Kommentare