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Kreissportgericht entscheidet

Spielwertung für SV Herta III

RECKLINGHAUSEN - Das Urteil des Kreissportgerichts macht Eintracht Waltrops Vorsitzenden Guido Sikierka „sauer, enttäuscht und fassungslos.“ Bei genauer Betrachtung gab es aber wohl keine andere Möglichkeit.

Die am 2. Dezember beim Stande von 1:2 abgebrochene Begegnung in der Kreisliga C4 zwischen SV Herta Recklinghausen III und Eintracht Waltrop fließt mit 2:0 als Wertung für die Recklinghäuser in die Tabelle ein. Nach 70 Minuten hätten die Waltroper Spieler mehrheitlich beschlossen, den Platz trotz eigener 2:1-Führung zu verlassen, sagt Guido Siekirka. „Nach einem Kopfstoß gegen Tim Krohe hatten wir Angst um die Gesundheit unserer Spieler“, erzählt der Waltroper Vereinsfunktionär.

Die vermeintliche Tätlichkeit – Tim Krohe musste sich in medizinische Behandlung begeben – ahndete der vom SV Herta gestellte Unparteiische nicht. Vorstandsmitglied Michael Gassner leitete die Partie, weil kein Schiedsrichter anwesend war. Er habe die Szene schlicht nicht gesehen, sagte Gassner am Montagabend bei der Verhandlung.

Zu dieser Verhandlung, zu der Schiedsrichter, Vorstand, Trainer und Spielführer beider Vereine geladen und auch angehört wurden, hätte es aber nach Meinung von Guido Siekirka gar nicht kommen müssen: „Dieses Urteil hätte man auch schriftlich fällen können. Den ganzen Aufwand hätten wir uns daher sparen können.“ Die Sache mit dem Spielabbruch, sagt Bruno Ruch, Vorsitzender des Kreissportgerichts, ist im Paragrafen 36 der Spielordnung genau geregelt. Unter Punkt 3 heißt es dort: „Eine Mannschaft ist nicht zum Abbruch eines Spiels berechtigt.“ Punkt.

„Spielabbrüche verhandeln wir in den meisten Fällen im mündlichen Verfahren. Hier war es ganz eindeutig, dass Eintracht Waltrop in einem eigentlich insgesamt fairen Spiel den Abbruch herbeigeführt hat“, sagt Ruch.

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