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Im Expresstempo durch die Herner Innenstadt: Karol Grunenberg prüft schnell die Zeit, Bernhard Deiß (Nr. 1491 rechts) versucht noch, mit dem Sieger Schritt zu halten.

Leichtathletik

Höllisches Tempo

HERNE - In bester Verfassung habe er sich nach einer Erkrankung nicht gefühlt, berichtet Bernard Deiß hinterher. Aber auf den 16. Martinilauf durch die Herner Innenstadt verzichten? Das kam für den Langstreckler des Recklinghäuser LC dann doch nicht in Frage.

Der 26-Jährige ist schließlich Herner. „Ich wohne um die Ecke“, sagt Deiß. „Zum Start kann ich laufen.“ Und so steht der Kreismeister des Leichtathletikkreises Recklinghausen über 10 km und im Halbmarathon am Sonntag auch pünktlich um 12 Uhr an der Startlinie in der Bahnhofstraße. Mit einem wie immer bunt gemischten Feld aus Top-Athleten, ambitionierten Hobbyläufern und Gelegenheitsläufern.

Als Peter Nitsche – der Wettkampfwart des Leichtathletikkreises Recklinghausen gibt zum 15. Mal den Startschuss des Martinilaufs ab – dann die Läufer auf den rund 1,7 km langen Rundkurs schickt, geht sofort die Post ab. Hunderte Zuschauer in der Herner Innenstadt erleben einen Straßenlauf von großer Klasse.

Dafür sorgt vor allem ein Athlet vom FC Schalke 04: Karol Grunenberg. Dass der gerade in starker Form ist, weiß man spätestens seit dem Köln-Marathon Anfang Oktober: Dort bezwang Grunenberg auf der Halbmarathon-Strecke im Endspurt den Dorstener Thorben Dietz.

In Herne legt der 31-Jährige ein höllisches Tempo vor. Schnell ist klar: Sogar der Streckenrekord von 30:03 Minuten ist in Gefahr. Im Ziel bleibt die Uhr für Grunenberg bei 30:07 stehen. Eine neue Bestleistung für den Schalker, der 20 Sekunden schneller ist als je zuvor.

Schnellste Frau ist die Äthioperin Sintayehu Kibebo in 35:17. Die Leistungen sind umso beachtlicher, als die Tempobolzer auf dem Rundkurs ständig Läufer und Gruppen umkurven müssen, die es etwas langsamer angehen lassen.

„Das Tempo vorn war schon heftig“, sagt Bernhard Deiß, der in 33:23 Minuten als Siebter ins Ziel kommt. Rund eine Minute über seiner Bestzeit. „Das ist in Ordnung so. Aber richtig rund lief es bei mir nicht.“

So wie Deiß ziehen sich auch die übrigen Läufer aus der Garde der RLC-Langstreckler achtbar aus der Affäre gezogen. Mark Peters etwa, der als Zwölfter im Gesamtklassement in 35:41 Minuten seine Altersklasse M45 gewinnt. Auch Jürgen Neuhausen (M55, 16. 37:58) und Jürgen Kirchhof (M50, 19., 39:46) laufen Siege in ihren Altersklassen für den Recklinghäuser LC heraus.

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