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Ludger Zanders zupackende Art bei Veranstaltungen wird wohl erst im zweiten Halbjahr gebraucht.

Leichtathletik

Ein Sommer ohne Spiele: Verband sagt Wettkämpfe bis September ab

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Sämtliche Westfalen- und NRW-Meisterschaften sind verschoben. Die Leichtathletik-Verbände Westfalens und Nordrheins hoffen auf das zweite Halbjahr.

  • Leichtathletik-Verbände reagieren auf Beschluss der Bundesregierung
  • Die Kreise sollen nun nachziehen
  • Hoffnung liegt auf dem zweiten Halbjahr

Auch die Leichtathletik hat nun Fakten geschaffen: Sämtliche Westfalen- und NRW-Meisterschaften sind zunächst bis Mitte Juli seitens der Verbände Westfalens und Nordrheins abgesagt. Bis September ist kein Wettbewerb auf Verbandsebene geplant.

Das fußt auf dem Beschluss der Bundesregierung, die Großveranstaltungen bis zum 31. August untersagt hat. Der Westfälische Verbands-Leichtathletik-Ausschuss (VLA) hat sich in Absprache mit dem Verband Nordrhein dem nun angeschlossen.

Alle Kreise sind angehalten anstehende Meisterschaften auf Bezirks- und Kreisebene aufgrund der gesundheitlichen Fürsorgepflicht abzusagen. Ludger Zander, Vorsitzender des Kreisleichtathletikausschusses, rechnet mit einer Total-Absage der Wettkämpfe bis September: „Die letzte Entscheidung ist zwar noch nicht gefallen, aber es fehlt nur die Bestätigung.“

Vollgepackter September

Die Kommission Wettkampforganisation des VLA hat einen straffen Zeitplan für das restliche Jahr erarbeitet – sofern es die Vorgaben von Politik und Gesundheitsbehörden erlauben. An den vier Wochenenden im September sollen die NRW-Meisterschaften im Hammerwurf (6.9., Olfen), der Jugend (12./13.9., Hagen), der Frauen und Männer (19./20.9., Recklinghausen) sowie die FLVW-Mannschaftsendkämpfe (26./27.9., Arnsberg) ausgetragen werden. Den Auftakt soll am 5. September der U16-Länderkampf zwischen Westfalen und den Niederlanden im Recklinghäuser Stadion Hohenhorst bilden.

Ob die vom Verband so getaufte „Late Season“ („Spätsaison“) auch so kommt, „sei mal dahingestellt“, sagt Zander. Der Deutsche Leichtathletik-Verband habe jedenfalls Hoffnungen geweckt, dass die Deutsche Meisterschaft in Braunschweig stattfinden könnte. „Dann kämen wir wieder ins Boot“, erklärt Zander. Für die Zulassung zur DM bedarf es schließlich Qualifikationswettkämpfe. Deshalb sind die Wettkämpfe auf NRW-Ebene nur verschoben und nicht abgesagt. „Bis dahin wird aber noch viel Organisatorisches zu erledigen sein“, sagt Zander. „Natürlich in enger Abstimmung mit Verband und Behörden. Allerdings ist mit das alles mit einem sehr großen Fragezeichen versehen.“

Recklinghäuser LC sagt Wettkämpfe ab

Der Recklinghäuser LC, bei dem Zander als Sportwart fungiert, hat bereits reagiert und alle Stadion-Wettkämpfe bis Ende August abgesagt – darunter die Offenen NRW-Meisterschaften (24. Mai) und die Kreismehrkampfmeisterschaften (20. Juni).

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