Suderwicher Handballer setzen sich am gegnerischen Kreis durch.
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Dazu wird es vorerst nicht kommen: Der Ligastart der Kreisliga-Handballer der SG Suderwich soll erst Anfang Dezember erfolgen.

Handball

Vereine begrüßen Entscheidung des Handballkreises

  • Meike Holz
    vonMeike Holz
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Eigentlich sollten die Handball-Kreisligisten an diesem Wochenende (24./25. Oktober) in die neue Saison starten. Auch sollte die erste Runde im Kreispokal abgeschlossen werden. Die zweite Corona-Welle bremste die Klubs jedoch aus.

  • Handballkreis Industrie verlegt Saisonstart auf das erste Dezember-Wochenende
  • Viele Vereine begrüßen Entscheidung
  • Einige Klubs stellten Training bis auf Weiteres ein

Der Handballkreis Industrie (HKI) hat nach einer Befragung der Vereine beschlossen, den Saisonstart auf das erste Dezember-Wochenende zu verlegen. Schon vor der Auswertung der Umfrage haben einige Vereine Entscheidungen getroffen. Zu ihnen gehört auch die SG Suderwich, die mit Blick auf die steigenden Infektionszahlen das Training bis auf Weiteres einstellte.

„Wir waren dafür, dass der Saisonstart verlegt wird“, sagt Trainer Timo Schäfer, der mit der SG Suderwich am Samstag (24. Oktober) auf den VfL Gladbeck III getroffen wäre. „Wir hätten dieses Spiel auf jeden Fall verlegt“, sagt Schäfer. Darauf hatten sich beide Vereine bereits verständigt.

Suderwicher Herrenteam stellt Training ein

Der Suderwich Handballer stellten auch das Training ein. Und zwar so lange, bis der Inzidenz-Wert unter die 50er-Marker fällt. Solange sollen sich die Surker Handballer individuell fit halten. „Wir versuchen, unseren Beitrag dazu zu leisten, dass die Infektionszahlen wieder sinken“, erklärt der neue Teamchef der Surker. Ob wie aktuell geplant, die Saison am ersten Dezember-Wochenende startet, daran mag Schäfer aktuell nicht glauben.

„Grundsätzlich haben wir die Entscheidung begrüßt“, sagt Rainer Mader. Gleichwohl räumt er ein, dass die Handballer der Eisenbahner Turngemeinde (ETG) hin- und hergerissen sind. Denn im Gegensatz zum HKI steht eine Entscheidung auf überregionaler Ebene noch aus. Der Abteilungsvorstand hat am Freitagabend in einer Videokonferenz beratschlagt, wie mit den Bezirks- und Landesligateams der ETG verfahren werden soll. „Wir können es nicht gutheißen, dass sie spielen“, sagt Mader.

Die Sachlage in vier Wochen neu bewerten

Er würde es begrüßen, dass auf allen Ebene der Spielbetrieb eine Pause einlegt. So wie die Aktiven bereits nicht mehr gemeinsam trainieren. Dabei weiß er nur zu gut: „Alle sind heiß auf Handball. Man sollte aber in vier Wochen die Sachlage neu bewerten. Stand jetzt kann man nicht ruhigen Gewissens spielen.“

So sieht es auch Wolfgang Temme, Leiter der Handball-Abteilung der Polizeisportvereinigung (PSV). „Man ist einfach ohnmächtig.“ Gern würde man im Recklinghäuser Norden aktiv bleiben. „Wir haben einen Riesenaufwand betrieben und fühlen uns mit unserem Konzept sicher. Wenn es aber nicht anders geht“, seufzt Temme.

PSV-Damen und Herren sollen möglichst spielen

Am Freitagnachmittag verabredete sich der Vorstand zu einer Videokonferenz und diskutierte unter anderem darüber, den Trainingsbetrieb in der Jugend einzustellen. Die Drittliga-Damen und Verbandsliga-Herren sollen so lange wie möglich spielen“, hofft Temme.

Eine andere Sichtweise hat Andreas Gutzeit, Trainer des Bezirksligisten HTV 95/28, der wie der Handballverband Westfalen den Spielbetrieb aufrecht erhalten möchte und davon ausgeht, dass seine Mannschaft am nächsten Wochenende wieder im Einsatz sein wird. „Man kann das Leben doch nicht komplett herunterfahren“, meint Gutzeit. „Was soll denn im Dezember anders sein?“ Die Pandemie werde den Alltag noch lange beherrschen. Gleichwohl sagt Gutzeit: „Wir müssen achtsam sein und Vorsicht walten lassen.“

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