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Der Vinnum-Vorsitzende schießt gegen den SV Herta 23 zurück.

Nach Gewaltausbruch

Vorsitzender von Vinnum schießt gegen SV Herta 23 zurück: "Täter werden Opfer"

Kunibert Gerij, der Vorsitzende von Westfalia Vinnum, hat sich in einer Stellungnahme geäußert. Nach einem Gewaltausbruch in einem Fußballspiel hatte er den Ausschluss von SV Herta 23 gefordert. 

In der vergangenen Woche hat Michael Gassner, beratendes Vorstandsmitglied beim SV Herta 23, die Forderung von Westfalia Vinnum zurückwiesen, den Recklinghäuser Klub aus dem Westfälischen Fußball-Verband auszuschließen.

Nach Gewaltausbruch: Vinnum schießt gegen Verein aus Recklinghausen zurück

„Friedvolle und ehrenwerte Vereinsmitglieder“ würden damit „diskreditiert“. Außerdem hat Gassner den Verdacht geäußert, der Gewaltausbruch nach dem A-Kreisliga-Spiel zwischen Vinnum und dem SV Herta könnte Folge von Provokationen im Stadion gewesen sein: „Zu einem Streit oder einer Auseinandersetzung gehören immer zwei Parteien.“

"Was rechtfertigt es, Zuschauer krankenhausreif zu prügeln?"

Kunibert Gerij, Vorsitzender von Westfalia Vinnum, hält in einer Stellungnahme dagegen: „So schnell können aus Tätern Opfer werden.“ In der kommenden Woche könnte die Diskussion über die schlimmste Prügelei auf einem Platz im Fußballkreis ein vorläufiges Ende finden: Am Mittwoch will das Kreissportgericht verhandeln.

Die komplette Stellungnahme von Kunibert Gerij im Wortlaut: 

"So schnell können aus Tätern Opfer werden. Michael Gassner war zwar nicht vor Ort, aber er vermutet, dass es Provokationen seitens der Vinnumer gegeben habe Welche Provokationen rechtfertigen den Tathergang, Zuschauer krankenhausreif zu prügeln?

Der Kapitän der 2. Mannschaft (des SV Herta, Anm. der Redaktion), Ali Mahmoud, hat in seiner Stellungnahme vom 19. September die Schuldfrage nicht diskutiert, sondern auch im Namen des Vereinsvorsitzenden Ahmad Omayrat klargestellt, dass Herta die „Schuld nicht auf andere schieben kann“ und sich bei unserem Verein für die Vorgänge entschuldigt.

Der Vorstand war angeblich nicht vor Ort, allerdings waren, wie wir jetzt erfahren, Spieler der ersten Mannschaft im Vorstand und könnten sicherlich zur Aufklärung beitragen. Diese Spieler stellen sich nicht mehr zur Aufklärung zur Verfügung. Obwohl sie nach Auffassung von Michael Gassner wissen müssten, wer die Täter waren, wollen aber nicht aussagen.

Wir gehen davon aus, dass es keine unterschiedliche Meinung geben kann, dass der Verein Herta Recklinghausen in der Verantwortung steht, an der Aufklärung und Benennung von Namen mitzuwirken. Dem schwebenden Verfahren haben sich die Spieler der ersten Mannschaft durch ihren Vereinsaustritt entzogen. Das Ergebnis der Spruchkammersitzung kann daher vermutet werden.

Der Hinweis, dass Vorstand, 1. Mannschaft, 2 Mannschaft und 3. Mannschaft autark im Verein agieren, ist aufgrund der Ereignisse ein favorisiertes Vereinsmodell von Herta, allerdings in der Verbandssatzung nicht verankert. 

Auch der älteste und nicht fusionierte Verein muss seinen Verpflichtungen aus dem Vereins- und Satzungsrecht nachkommen. Abschließend können wir versichern, dass die Vinnumer Verletzten sich nicht gegenseitig verprügelt haben."

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