Interessiert schaut der Recklinghäuser Schwimm-Nachwuchs beim Training von Europameister Marius Kusch zu.
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Interessiert schaut der Recklinghäuser Schwimm-Nachwuchs beim Training von Europameister Marius Kusch zu.

Schwimmen

Zurück an alter Wirkungsstätte - Europameister Marius Kusch besucht den SV Blau-Weiß

  • Meike Holz
    vonMeike Holz
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Es fühlt sich wie eine Reise in die Vergangenheit an:  Schwimmer des SV Blau-Weiß  Recklinghausen ziehen  im Hallenbad an der Herner Straße ihre Bahnen. Unter ihnen  ist Marius Kusch.

  • Europameister  besucht seinen Heimatverein
  • Wiedersehen mit Jugendtrainer Eugen Lewandowski
  • Marius  Kusch bereitet sich auf Olympische Spiele  vor

Bis zum Jahr 2009 war das  ein gewohntes  Bild. Seitdem hat sich aber einiges verändert. Der damals 16-Jährige ist seinerzeit nach Essen ins Sportinternat gewechselt und fügte seiner Erfolgsgeschichte seitdem  viele weitere  Kapitel hinzu.

Das  jüngste schrieb der gebürtige Dattelner gerade  bei den  Kurzbahn-Europameisterschaften in Glasgow, wo Kusch über 100 Meter Schmetterling mit Deutschem Rekord den Titel gewann.

Wettkampf in Amsterdam

Am kommenden Wochenende startet Marius Kusch, der inzwischenin den USA lebt,  bei einem Langbahn-Wettkampf in  Amsterdam. "Ein erster Formtest", sagt der  Schwimmer, für den auf dem Weg in die  Niederlande ein Zwischenstopp im Ruhrgebiet Pflicht war.

Marius Kusch besuchte seine Großeltern und Freunde. Und den ehemaligen Trainer. „Ich will etwas zurückgeben“, sagt Kusch, der ohne Eugen Lewandowski nicht diese Karriere gestartet hätte. „Hier wurde ein Baustein gelegt“, sagt der 26-Jährige. 

Intensives Training in den USA

Trotz des vollen Terminkalenders sind beide Männer in Kontakt geblieben. „Ein bisschen“, schränkt Lewandowski ein. Umso schöner ist das Wiedersehen. Ob nun im Recklinghäuser Hallenbad an der Herner Straße oder davor im Berliner Europasportpark bei den Deutschen Meisterschaften.

 „Es ist schon interessant zu hören, wie er in den USA trainiert“, sagt Lewandowski. „Dort kann man Sport und Studium besser miteinander verbinden als bei uns.“  Trotz der acht Wassereinheiten, drei Kraft- und zwei Athletikeinheiten, die der Schwimmer jede Woche meistert. 

 Marius Kusch bereitet sich auf Olympische Spiele vor

„Er hat schon immer hart gearbeitet“, erinnert sich der Blau-Weiß-Trainer an die gemeinsame Zeit. Talent allein reiche nicht aus, um erfolgreich zu sein, führt Lewandowski fort. Dafür müsse man auch etwas tun. Und: „Marius wollte immer.“  Daher steht er auch beim kurzen Besuch an alter Wirkungsstätte auf dem Startblock. „Nur drei bis vier Kilometer“ wolle er schwimmen, kündigt der 26-Jährige an. „Das ist entspannt.“ 

Eine Feierttagspause  legte der Schwimmer aus einem  guten  Grund nicht ein: Mitte  Januar  möchte der bei einem  Wettkampf an der US-Ostküste das Ticket für die Olymischen  Spiele in Tokio lösen.

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