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Ob das in die öffentliche Diskussion geratene Gummigranulat auch künftig auf Recklinghäuser Kunstrasenplätzen verbaut wird, bleibt weiterhin offen.

Sportpolitik

Trotz drohenden EU-Verbots: Sportausschuss vertagt Entscheidung über Kunstrasenplätze

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Die EU plant 2021 ein Verbot von Mikroplastik. Das beschäftigte auch den Sportausschuss aufgrund der davon betroffenen Kunstrasenplätze – und das wird weiterhin so bleiben.

Im Fokus steht das Gummi-Granulat, das bereits bei den städtischen Anlagen Maybacher Heide (Baujahr: 2010), Strünkedestraße (2013) und Lange Wanne (2018) verwendet wird. Die Verwaltung reichte einen Beschlussvorschlag ein – mit zwei Optionen: Künftige zu errichtende und zu sanierende Kunstrasenplätze ohne Gummigranulat zu bauen oder am Plastik festzuhalten, bis es gesetzliche Verbote gebe.

Bevorzugt wird eine Lösung mit komplett sandverfüllten Plätzen. Der Vorteil: Geringere Baukosten. In der Rhein-Ruhr-Region gehe Trend ohnehin weg von der Gummigranulat-Füllung. In Bottrop und Gladbeck setzt man auf Sand - inklusive Beregnungsanlage (zusätzlicher Kostenpunkt: 60.000 Euro).

Über den Vorschlag wurde im Plenum heftig diskutiert – mit überraschenden Ergebnis. Die Mitglieder des Sportausschusses votierten für eine Vertagung der Entscheidung auf die kommende Sitzung am 31. Oktober. Der Tenor: Es gebe (noch) kein Verbot von Mikroplastik oder festgelegte Grenzwerte. Daher sieht der Ausschuss auch keine Veranlassung vorschnell zu handeln.

Im kommenden Jahr sowie in 2021 sollen beim SV Hochlar 28 und der SG Suderwich neue Kunstrasenplätze errichtet werden. „Eine Entscheidung über das Füllmaterial müssen wir treffen“, erklärt Werner Metz vom Sportamt der Stadt – mit Verweis auf die Ausschreibung, die noch im 2019 erfolgen soll.

Auch interessant: Rat beschließt Kunstrasen-Bau.

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