Durften schon einmal Probesitzen: (v.l.) Werner Metz (StadtSportVerband), Ralf Stama (Stadionwart), Erster Beigeordneter Georg Möllers (Sportdezernent), Jochen Kurdelbaum (Vorsitzender Recklinghäuser LC), Jürgen Nethöfel (Sportausschuss), Klaus Breidenstein (Sportausschuss) und Volker Remmler (Fachbereich Gebäudewirtschaft).
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Durften schon einmal Probesitzen: (v.l.) Werner Metz (StadtSportVerband), Ralf Stama (Stadionwart), Erster Beigeordneter Georg Möllers (Sportdezernent), Jochen Kurdelbaum (Vorsitzender Recklinghäuser LC), Jürgen Nethöfel (Sportausschuss), Klaus Breidenstein (Sportausschuss) und Volker Remmler (Fachbereich Gebäudewirtschaft).

Sportstätten

Durchbruch für Kunstrasenplätze?

  • vonKevin Korte
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RECKLINGHAUSEN - Über Geschmack lässt sich bekanntermaßen streiten. Jedenfalls findet der Erste Beigeordnete und Sportdezernent Georg Möllers, dass „das schönste Stadion im Kreis“ einen neuen Anstrich erhielt.

Gemeint war das Stadion Hohenhorst, das seit Montag mit 3 400 neuen Sitzschalen ausgestattet wurde. Sicherlich könnten Fußball-Romantiker entgegen, dass im Kreis auch das Stimbergstadion oder das Stadion am Badeweiher (um nur zwei zu nennen) diesen Titel verdienen würden. Möllers hob allerdings hervor: „Die haben allerdings ältere Sitzschalen.“

Zweifelsohne eine einwandfreie Feststellung – seit dem Montag erstrahlt das Stadion Hohenhorst in resedagrün. Die alten Sitzplätze taten das auch einmal. Aber die seit 1977 benutzten Schalen sind verwittert und teilweise kaputt. Möllers erwähnt: „Der Beschluss im Sportausschuss fiel einstimmig aus. Auch darüber, dass wir keine Flickschusterei betreiben und nur einzelne Schalen austauschen, sondern gleich die gesamte Tribüne erneuern wollen.“ Der Kostenpunkt belief sich auf 80 000 Euro – für Demontage und Entsorgung der alten Sitze und Montage der neuen Schalen.

„Das ist eine lohnende Investition“, erklärt Möllers und zielt damit besonders auf den Recklinghäuser LC als Nutzer des Stadion Hohenhorsts ab. Der Klub erwarb sich in der Vergangenheit einen hervorragenden Ruf als Ausrichter. „Ich denke, damit sind auch in Zukunft überregionale und landesweite Wettkämpfe im Stadion gesichert“, erklärte Möllers abschließend.

Keineswegs abgeschlossen ist die Agenda „Kunstrasen“. Die CDU-Fraktion lud am vergangenen Freitag zum Ortstermin an der Strünkedestraße. Arno Ratajczak, Geschäftsführer des dort ansässigen FC Leusberg, schwärmte von der positiven Vereinsentwicklung, die der Südstadt-Klub seit Installation des Kunstrasens 2013 erlebt.

„Die Jugend-Abteilung boomt. Die Senioren-Abteilung schreibt wachsende Mitgliederzahlen. Für den Verein ist der Kunstrasen eine Erfolgsgeschichte“, weiß Georg Möllers. Dieses Modell soll nun auf andere Anlagen übertragen werden. Bürgermeister Christoph Tesche liegt ein entsprechender Antrag der CDU-Fraktion vor, der die Verwaltung damit beauftragt, „eine Möglichkeit zu erarbeiten, alle drei Jahre einen Kunstrasenplatz in Recklinghausen zu schaffen“.

Möllers zum Prozedere: „Die bisherige Planung sah vor, dass der Sportausschuss jährlich knapp 70 000 Euro aus der Sportpauschale als Rücklage bildet. Die Umrüstung eines Ascheplatzes auf einen Kunstrasenplatz kostet aber knapp 500 000 Euro. Die Verwaltung muss somit weitere finanzielle Mittel bereitstellen.“

Der Antrag wird Thema auf der kommenden Ratssitzung sein. Damit ist die politische Debatte um den dritten Kunstrasenplatz im Stadtgebiet angeschoben. Endlich, mögen manche Fußballer sagen...

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