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Das Kreissportgericht tagt im Fall Vinnum vs. Herta erst am 16. Dezember.

Erneute Verlängerung im Fall Vinnum/Herta

Verhandlung vor dem Sportgericht findet erst am 16. Dezember statt

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Erst flogen die Fäuste, zuletzt gab's den verbalen Schlagabtausch: Ein Ende in der Ermittlungen zu den Vorkommnissen beim Kreisliga-A-Spiel Westfalia Vinnum - SV Herta Recklinghausen ist immer noch nicht in Sicht. Eigentlich hatte das Kreissportgericht an diesem Mittwoch endlich verhandeln wollen.  

Dass daraus nichts wird, hat einleuchtende Gründe: Etliche Zeugen seien verhindert. Daher habe der Klub Westfalia Vinnum um eine Verlegung gebeten. Das berichtet der Vorsitzende des Kreissportgerichts, Thomas Michalczak (VfB Hüls).

Der hat die Verhandlung nun neu terminiert: Am Montag, 16. Dezember, soll es nun endlich die sportgerichtliche Aufarbeitung der Vorkommisse vom 15. September kommen.

Vinnum fehlen Zeugen bei Verhandlung an diesem Mittwoch

Der SV Herta Recklinghausen habe der Verlegung zugestimmt, so der Sportgerichtvorsitzende.   

Die Vorkommnisse sind seit Wochen das beherrschende Thema im Fußballkreis. Nicht nur der Kreisvorsitzende Hans-Otto Matthey zeigt sich erschüttert, der 70-Jährige sah eine neue Qualität an Gewalt, die er im Fußballkreis so nicht für möglich gehalten habe. 

Am 15. September war es zu gewalttätigen Übergriffen offenbar von Spielern und Zuschauern gekommen, in deren Verlauf es mehrere zum Teil schwer Verletzte zu beklagen gab. Der SV Herta zog danach die erste Mannschaft aus dem Spielbetrieb zurück, die beschuldigten Spieler sollen mittlerweile nicht mehr Vereinsmitglieder sein. Genau das macht die Angelegenheit für das zuständige Kreissportgericht so schwer.

Die Beweisführung gestaltet sich als schwierig

„Wenn wir die Verdächtigen nicht habhaft werden können, können wir ein Sportgerichtsverfahren nur gegen den Verein anstrengen“, erläutert der Vorsitzende des Kreissportgerichts, Thomas Michalczak. Die Beweisführung gestaltet sich als überaus schwierig.

Zeugenvideo: Gewaltausbruch nach Fußball-Spiel in Vinnum

Zeugenvideo: Gewaltausbruch nach Fußball-Spiel in Vinnum

Zuletzt hatte es einen verbalen Schlagabtausch von Vinnum und Herta gegeben. Der Klub aus Olfen wirft dem Recklinghäuser Verein vor, die Ermittlungen zu verschleppen, obwohl es zunächst geheißen hatte, man wolle zur Aufklärung beitragen. Durch die Verschleppung decke man aber Straftäter.Für Vinnum kommt in der Sache damit nur ein Vereinschluss des SV Herta infrage.    

Das Kreissportgericht ist nur die erste Instanz

Der Recklinghäuser Verein wehrte sich seinerseits mit einer Stellungnahme, verwies darauf, dass er bereits entscheidende Maßnahmen wie den Rückzug der 1. Mannschaft getroffen habe. darüber hinaus sei zu hinterfragen, ob es nicht aus Provokationen seitens der Westfalia gegeben habe.

Das herauszufinden obliegt dem Kreissportgericht.Wie in der zivilen Gerichtsbarkeit auch, gibt es im Fußball mehrere Instanzen, die angerufen werden können. Die nächsthöhere ist das Bezirkssportgericht. Ob damit die Verhandlung vor dem Kreissportgericht am 16. Dezember die seit Wochen schwelende Angelegenheit beenden wird, ist eher zu bezweifeln.    

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