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Tischtennis

„Wir sind jetzt der 6. Mann“

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RECKLINGHAUSEN - Nur drei Spielerinnen nach Ablauf der Wechselfrist: „Es hätte keinen Sinn gehabt“, kommentierte Cordula Murek, Mannschaftsführerin des nun zurückgezogenen Frauenteams des DC Dream Team Recklinghausen.

Sogar bis in die Regionalliga hatten es die Frauen geschafft. Zuletzt schlugen die Recklinghäuserinnen in der Bezirksliga auf. Schon dort hatten Murek und ihre Mitstreiterinnen Probleme, am „geregelten“ Spielbetrieb teilzunehmen. „Ältere und zuletzt nicht mehr aktive Spielerinnen“, erklärt Murek hätten ausgeholfen. Wenngleich oftmals Spiele extra verlegt wurden, manchmal die Recklinghäuserinnen gar nur zu dritt antraten. Für die Saison 18/19 war Murek dennoch „guter Dinge“ wieder Bestandteil einer wettbewerbsfähigen Mannschaft zu sein.

Fünf Spielerinnen hatten ihre Zusage gegeben. „Das ist eine Kadergröße, mit der man eine Saison problemlos spielen kann“, schildert Murek. Nach der Abmeldung von Anna-Lena Werning (jetzt TTC MJK Herten) wurde wenige Tage vor Ablauf der Wechselfrist mit Hannah-Katharina Frank die nächste Spielerin (vom VfL Hüls) abgeworben, berichtet Murek. „In der Kürze der Zeit war dann nichts mehr zu machen.“ Die Tage als für „teuer Geld“, wie Murek sagt, beispielsweise Importspielerinnen für das Dream Team an die Platte gingen, seien längst vorbei. „Es ist schade, dass wir das Frauen-Team zurückziehen mussten, aber wir bauen in Ruhe neu auf.“

Im Jugendbereich bleibt das Dream Team sehr aktiv, setzt auch auf die Mädchenförderung. Das Kuriosum: Frank bleibt dem Klub erhalten – als Juniorenspielerin. Weitere Talente sind für das Dream Team aktiv. Murek hofft, daraus den Stamm einer neuen Frauen-Mannschaft zu bilden. „Der Damenbereich in unserem Klub ist ja nicht tot, er pausiert nur.“ Vielleicht für ein oder zwei Jahre, wie die Mannschaftsführerin erklärt.

Derweil ist das verbliebene Trio – Cordula Murek, Kirsten Bödeker und Jana Harbott – nicht beschäftigungslos. „Wir sind jetzt der sechste Mann“, lacht Murek. Die Spielerinnen sind einsatzberechtigt für das Kreisliga-Herrenteam, das es selbst manchmal nur auf fünf Spieler (gefordert sind sechs) bringt. Zum Kreisliga-Auftakt bei der ETG II glänzte Murek, die ihr Einzel gewann. „Es hat wirklich Spaß gemacht.“

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