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Sie kennt die Halle Münsterland bereits: Antonia Ercken (LRFV Recklinghausen) und Curly fliegen beim Westfalentag 2017 über die Stangen.

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Das Finale im Blick

Recklinghausen - Sechs Amazonen und ein Mann sollen’s mit ihren Pferden richten: Beim Westfalentag am Mittwoch in Münster hoffen die heimischen Reiter, vorne mitmischen zu können. Die Vorzeichen dafür stehen nicht schlecht.

Es ist zwar keine offizielle Meisterschaft, die in der Halle Münsterland zum Auftakt des „K+K-Cups“ ausgetragen wird, der Ehrgeiz ist aber allerorten groß: 18 westfälische Kreisreiterverbände haben Equipen fürs Springen genannt, in der Dressur sind’s 15.

Die Anforderungen sind gewohnt hoch: Die Frackreiter müssen eine Zwei-Sterne-M-Aufgabe reiten, die Vorstufe zur schweren Dressurklasse. Auch die Springer gehen mit ihren Pferden über Hindernisse, die auf Zwei-Sterne-M-Niveau gebaut sind. Wie immer treten die fünf besten Mannschaften im Finale erneut gegeneinander an und ermitteln den Sieger. Gewertet wird nach dem Nationenpreis-Modus, das heißt, ein Resultat wird als Streichergebnis nicht gewertet.

Früh raus müssen heute die Dressurreiter: Um 9.30 Uhr beginnt in der Messehalle Nord der Wettbewerb. Der Kreisreiterverband Recklinghausen hat dabei ein schweres Los gezogen, er muss gleich an Position zwei ins Viereck. „Das ist ein bisschen weit vorne“, sagt Teamchef Knut Wingender. „Weiter hinten zu starten, wäre natürlich günstiger.“ Der Oer-Erkenschwicker bringt zwar eine junge Mannschaft an den Start, aus der hat aber jede einzelne Reiterin sich mit ihrem Pferd schon auf S-Niveau platziert.

Ninya Wingender (Royal Flasky Jack), Laura-Eve Grellmann (Faynaa) und Fabia Stonjek (Smaragd), alle von der TG Silverthof, sind genannt. Knut Wingender hätte gerne auch Julia Rohmann (RV Alt-Marl) nominiert, aber die Schülerin steht vor wichtigen Klausuren.

Auch wenn die Equipe aussichtsreich antritt, weiß der Teamchef um die Tücken des Turniers, denn hypersensible Pferde tun sich in der Messehalle Nord oft schwer: „Die Tribünen sind nah am Viereck aufgebaut, der Traktor fährt direkt neben dem Abreiteplatz und ist in der Halle sehr laut: Das sind mehr Einflüsse, als im Freien.“

Während die heimischen Dressurreiter wie in jedem Jahr aufs Finale hoffen, haben die Springreiter das fest im Visier. „Erst mal müssen wir uns qualifizieren, dann sehen wir weiter“, sagt Teamchef Hubertus Dieckmann. In den letzten Jahren war Recklinghausen Dauergast unter den besten fünf westfälischen Teams, der letzte Titelgewinn liegt nun aber schon sieben Jahre zurück.

Nominiert fürs Springen sind Caroline Schwolow (RFV Alt-Marl) mit Cockney, Antonia Ercken (LRFV Recklinghausen) mit Falitha Sheila, Katrin Ullrich (RFV Alt-Marl) mit Lody und – als einziger männlicher Reiter fürs ansonsten rein weibliche Team Recklinghausen – Michael Beckmann (RFV Alt-Marl) mit Crimpack’s Carlot.

Das Springen in Münster beginnt um 13.30 Uhr, erst als 16. Mannschaft muss Recklinghausen ran. Wenn’s so spät beginnt in Münster, dann darf es auch spät enden – am Besten mit einem Sieg im Finale, dessen Beginn für 17 Uhr vorgesehen ist.

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