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Hat in Gahlen einiges vor: Angelique Rüsen vom RFV Alt-Marl.

Reiten - Gahlen 2019

Rüsen reist mit Rückenwind an

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MARL/DORSTEN - Das Reitsportjahr beginnt am Freitag in Gahlen, wobei mindestens eine Reiterin nichts dagegen einzuwenden hätte, wenn das neue Jahr so gut beginnen sollte, wie das letzte geendet war: Angelique Rüsen wird mit reichlich Rückenwind die kurze Anreise an die Nierleistraße in Dorsten-Östrich antreten.

Die Chefbereiterin im Stall Ahlmann durfte zwischen den Jahren beim großen Hallenturnier in Mechelen in den CSI**-Prüfungen an den Start. Die Deutsche Meisterin der Springreiterinnen enttäuschte nicht: Im Sattel der Stute Dolocia gewann Rüsen den Großen Preis.

Zwar musste sich die 28-Jährige den Platz an der Sonne mit dem auf die hundertstel Sekunde gleichschnellen Belgier Patrik Spiets teilen, der im Stechparcours die Stute Jacobien Dwerse Hagen ebenfalls in 35,33 Sekunden über die Stangen pilotierte, das sollte den Erfolg nicht schmälern.

Auch in Gahlen verspricht die Alt-Marlerin, auf Attacke zu reiten: „Hoffentlich wird’s genauso erfolgreich“, sagt die Amazone. Sie wird in den ersten Prüfungen junge Pferde aus dem Stall Ahlmann vorstellen. „Damit die in Gang kommen“, wie die Hessin sagt.

Auch im Großen Preis plant Rüsen mit einem Nachwuchspferd, dem neunjährigen Cooper aus der großen Zucht von Zangersheide. Dass der auf hohem Niveau bereits mithalten kann, hat der Hengst ebenfalls in Mechelen bewiesen: In einer bis 1,40 Meter hoch gebauten Prüfung gab’s einen starken dritten Platz. Allerdings dürfte im Großen Preis von Gahlen, der traditionell am Samstagabend vor ausverkauftem Haus ausgetragen wird, dann doch noch etwas höher gebaut werden…

Rüsens Chef Christian Ahlmann wird alles aus der Ferne verfolgen: Der Marler weilt mit der Familie im Skiurlaub. Dabei hätte auch der Profi aus Marl-Frentrop allen Grund gehabt, optimistisch nach Gahlen zu fahren. Ahlmann toppte in Mechelen das gute Ergebnis seiner Bereiterin, indem der 44-Jährige im Sattel von Clintrexo das Weltcupspringen gewann.

Neben einem Pkw und einem Preisgeld gab’s 20 weitere Punkte in der Westeuropaliga, womit Christian Ahlmann das Ticket fürs Weltcupfinale 2019 in Göteborg so gut wie in der Tasche haben dürfte.

Seinen Einstand nach kurzer Pause feiert in Gahlen Markus Renzel. Beim Alt-Marler Winterturnier war der Bereiter im Stall von Axel Wöckener (Oer-Erkenschwick) nur Zuschauer gewesen, an der rechten Hand zeugte ein dicker Verband von einer Verletzung. Renzel hat sich das Kahnbein angeknackst – eine schmerzhafte wie langwierige Verletzung.

„Keine Sorge, in Gahlen werde ich am Start sein“, versprach der Familienvater vor Jahresfrist. Auch Renzel wird dabei viel „junges Gemüse“ auf dem Transporter haben – als Ausbilder ist das für den 46-Jährigen Normalität.

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