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Der Marler Springreiter Christian Ahlmann reitet aktuell wieder auf einer Erfolgswelle.

Reitsport

Christian Ahlmann und sein Supertalent Dominator

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MARL - Beim Turnier „Saut Hermes“ im mondänen Grand Palais von Paris hat Springreiter Christian Ahlmann den ganz großen Wurf denkbar knapp verpasst: 0,18 Sekunden fehlten ihm und seinem Pferd Dominator Z zum Sieg. Das schmälerte allerdings nicht die Freude im Hause Ahlmann.

„Es war einfach der Wahnsinn“, schwärmt der Reiter von seinem Überflieger. „Dass er schon jetzt auf einem Fünf-Sterne-Level mithalten und das ganze Tempo gehen kann gegen diese Konkurrenz, ist überragend.“ Der erst neunjährige Dominator Z war erneut das jüngste Pferd in der Prüfung. Ahlmann hatte den in Zangersheide gezogenen Schwarzen gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Judy-Ann Melchior behutsam aufgebaut, Dominator Z kam erst nach und nach in den Sport. „Was er in so kurzer Zeit gelernt hat, ist gewaltig“, lobt der Reiter. Der hat seinen Hoffnungsträger, der ihm in Paris ein Preisgeld in Höhe von 80.000 Euro sicherte, umgehend eine Pause gegönnt: Dominator befindet sich wieder im Deckeinsatz. Beim Weltcupfinale in Göteborg Anfang April, der nächsten großen Prüfung, wäre der Neunjährige ohnehin keine Option gewesen. Dort sind nur Pferde startberechtigt, die auch in den Qualifikationsprüfungen zuvor gegangen waren. Wie’s nach dem Weltcupfinale weitergeht, ist dann die spannende Frage. Die Reiterliche Vereinigung FN hat für Donnerstag ihre turnusgemäße Jahrespressekonferenz angekündigt, dort werden auch die aktuellen Championatskader bekannt gegeben. Die FN-Spitze um Breido Graf zu Rantzau war unlängst in Marl-Frentrop zu Gast. „Die Gespräche waren aus meiner Sicht sehr positiv“, sagt Christian Ahlmann. „Ich hatte schon das Gefühl, dass grundsätzliche Dinge angefasst werden.“ Der FN-Präsident war in heikler Mission unterwegs: Mit Ahlmann und Daniel Deußer stehen zwei Ausnahmereiter dem deutschen Sport nicht zur Verfügung. Beide verweigern die Unterschrift unter der Athletenvereinbarung, die sie in der aktuellen Form für nicht akzeptabel halten. „Wir sind mit einem guten Ergebnis auseinandergegangen“, lässt Ahlmann durchblicken. Ob das gleichzeitig bedeutet, dass am Donnerstag seine Rückkehr in den Championatskader bekanntgegeben wird, lässt der 44-Jährige offen. „Das entscheide ich nicht alleine, da gibt es Sponsoren und Besitzer, die auch ein Wort mitzureden haben“, so der Marler. „Wir haben das bislang immer alles im Team entschieden, und das soll so bleiben.“ Für sich selbst sagt Ahlmann: „Meine Entscheidung steht.“ Und hört sich dabei nicht so an, als sei der Reiter länger auf Konfrontationskurs zur FN.

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