Deutscher Ruder-Doppelvierer
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So darf es gerne wieder sein: Der deutsche Doppelvierer mit der Waltroperin Franziska Kampmann (links) holte bei der EM 2020 die Silbermedaille. In Varese geht das Boot mit der gleichen Besetzung ins Wasser.

Rudern

Die EM kann kommen - Franziska Kampmann aus Waltrop startet in Italien

  • Olaf Krimpmann
    vonOlaf Krimpmann
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Für die Waltroper Ruderin Franziska Kampmann steht am Wochenende die Europameisterschaft auf dem Programm. Sie ist optimistisch.

Die EM, die im italienischen Varese Fahrt aufnimmt, wird damit der erste Testlauf sein mit Blick auf die Olympischen Spiele in Tokio. Das in Dortmund stationierte Team Deutschlandachter sowie weitere Athleten aus NRW sind in Varese eingetroffen. Darunter ist auch Franziska Kampmann vom RV Waltrop.

Von einem Kaltstart wird die 23-Jährige nichts wissen: Vor 14 Tagen ließ Bundestrainer Marcin Witkowski auf dem Fühlinger See in Köln den letzten Platz im Doppelvierer ausrudern. Daniela Schultze (Ruder-Club Potsdam) komplettiert im Bug nun das DRV-Quartett. „Wir sind auf dem Fühlinger See zwei gute Rennen gefahren, jetzt hoffen wir bei der EM auf eine gute Form“, so Franziska Kampmann.

„Luft nach oben ist aber immer“

Der Optimismus ist vorhanden, vor sechs Monaten in Posen holte die Diplom-Landwirtin im Doppelvierer die Silbermedaille. „Luft nach oben ist aber immer“, sagt die Schlagfrau, denn sie weiß aus eigener Erfahrung: Bis Olympia muss noch reichlich an der Form und den Abläufen gefeilt werden. Die EM zu so frühem Zeitpunkt im Kalenderjahr ist nur eine erste Standortbestimmung, mehr nicht.

Dass die kontinentalen Titelkämpfe unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen stattfinden werden, sind die Athleten mittlerweile gewohnt. „Früher gab es oft ein großes Essenszelt, da haben sich alle getroffen, das wird es jetzt natürlich nicht geben“, so Kampmann. Maskenpflicht auf dem Regattagelände, Training und Verpflegung nur mit den eigenen Teammitgliedern und natürlich immer wieder Tests, Tests, Tests werden auch bei dieser EM den Tagesablauf bestimmen. „Das kennen wir alles schon aus Polen, und das wird uns womöglich noch die ganze Saison begleiten“, schwant Kampmann. „Wir kennen’s jetzt, es wird uns nichts mehr ausmachen.“

Aus der Kälte in die Frühlingssonne

Einen Lichtblick – und den im Wortsinne – gibt es aber: Während Deutschland unter Schneeregen und Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt bibbert, sollen es in Varese tagsüber gute 20 Grad warm sein. Darüber hinaus bleibt vieles offen.

Um die Medaillen kämpfen bei den Doppelvierern der Frauen elf Nationen, anders als in den Vorjahren ist ein genauer Wettkampfplan noch nicht bekannt. „Nicht schlimm“, findet Franziska Kampmann. „Wenn ich ankomme, wird mir mein Trainer hoffentlich sagen, wann es losgeht.“

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