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Sebastian Westerhoff sah das Ende des Westfalenliga-Topspiels in Finnentrop nicht mehr vom Innenraum aus.

Fußball

Wenn der Mann von der Bundesliga-Schiedsrichterin vom Platz fliegt...

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Wenn der Mann einer Bundesliga-Schiedsrichterin als Trainer vom Platz fliegt, droht der Haussegen schief zu hängen – nicht aber bei Familie Westerhoff.

„Nadine musste schmunzeln, als ich ihr von meinem Platzverweis berichtete“, sagt Sebastian Westerhoff. Der war im Westfalenliga-Spitzenspiel bei der SG Finnentrop/Bamenohl am Sonntag in der 80. Minute vom Platz geflogen. 

Als Wanner Trainer hatte er in der hektischen Schlussphase zu lautstark reklamiert: „Erst gab es ein Foul an den Trainerbänken an unseren Spieler, das nicht geahndet wurde. Dann direkt im Anschluss ein Foul unseres Spielers, das geahndet wurde. Leider entstand aus dem Freistoß das 3:2 für Finnentrop.“ 

Schiedsrichter Felix Weller kennt kein Pardon

In seiner Aufregung über das nicht geahndete erste Foul sei er Richtung des Assistenten gelaufen. „Ich habe ihm nur gesagt, dass wenn die Presse anruft er sich nicht wundern soll, wenn sein Name in der Zeitung auftaucht“, so der frühere Spielmacher der Spvgg. Erkenschwick und des TSV Marl-Hüls. 

Schiri Felix Weller kannte kein Pardon und zückte die Ampelkarte: Das erste Gelb gab’s fürs Verlassen der Coachingzone, das zweite und damit Rot für die Kritik am Assistenten. 

Seine Frau habe nur geschmunzelt, sagt "Wester"

Auf der Busfahrt heim in Revier berichtete Sebastian Westerhoff dann seiner Frau Nadine, die bekanntlich in der Frauen Bundesliga pfeift. Die war zeitgleich als Schiedsrichterin in der Partie YEG Hassel - SC Neheim unterwegs. „Ich habe ihr sofort alles gebeichtet“, so Sebastian Westerhoff. „Aber sie hat nur geschmunzelt. Was wirklich Schlimmes habe ich ja wohl auch nicht gemacht.“

Es war der erst dritte Feldverweis für Westerhoff, der erste als Trainer. „Wenn, dann habe ich schon früher eher wegen Meckerns Gelb gesehen, aus Zweikämpfen habe ich mich bekanntlich immer rausgehalten.“

Die Wanner Mannschaftskasse füllt sich damit

Der Haussegen bei Westerhoffs hängt damit nicht schief: „Dass ich zu Hause gerade mehr machen musste als sonst, lag daran, dass ich Urlaub hatte“, lacht „Wester“.

Empfindlicher trifft ihn die Geldstrafe: „Klar muss ich genau das in die Mannschaftskasse zahlen, was ein Spieler auch zahlen muss.“

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