Flutlicht-Jogging im Stadion Hohenhorst. Zwei Läufer nutzen das Angebot der Stadt Recklinghausen und drehen ihre Runden auf der Tartanbahn.
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Das Flutlicht-Jogging im Stadion Hohenhorst hatte gerade erst begonnen. Im November bleiben die Lichter aus und die Türen zur Recklinghäuser Sportstätte wie im gesamten Stadt- und Kreisgebiet auch

Lockdown im Amateursport

Die Tore zu den Anlagen bleiben zu - Sportinteressierte müssen im November improvisieren

  • Meike Holz
    vonMeike Holz
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  • Olaf Nehls
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Der sogenannte „Lockdown light“ bremst in den nächsten Wochen den Amateursport aus. Der Trainings- und Spielbetrieb fällt bis auf Weiteres aus. Individualsport ist weiter möglich. Nur wo?

  • Sportvereine es Kreises Recklinghausen müssen ihren Anlagen schließen
  • Im November ist nur Individualsport möglich - in Wäldern und auf der Straße
  • Vereine mit eigenen Anlagen bilden die Ausnahme

Viele Städte aus der Region haben sogleich auf die Ankündigung der Politik reagiert und die Sportvereine angewiesen, ihre Anlagen im November zu schließen. Das war auch in Gelsenkirchen der Fall.

Der Dachverband der ortsansässigen Sportvereine, Gelsensport, kündigte mit Verweis auf die neue Coronaschutzverordnung jedoch an, die kommunalen Außensportanlagen nicht komplett zu schließen. Denn allein oder zu zweit dürften die Anlagen weiterhin genutzt werden, heißt es im aktualisierten Reglement der Landesregierung. Das gilt auch für Angehörige eines Hausstandes.

Wie sieht es in den Städten des Kreises Recklinghausen aus? Dürfen Interessierte die Außenanlagen einer Sportstätte bis auf Weiteres nutzen?

Kein Flutlicht-Jogging in Recklinghausen

In Recklinghausen lautet die Antwort auf diese Frage „Nein“. Weil bei einer Öffnung kontrolliert werden müsse, ob die Besucher die gängigen Auflagen einhalten. Alle Sportvereine im Stadtgebiet sind daher angewiesen worden, die Türen zu ihren Anlagen abzuschließen. Das gilt auch fürs Stadion Hohenhorst. Dort hatte die Stadt gerade erst das beliebte Flutlichtjogging gestartet. Bis Ende März sollten Läufer, Walker und Nordic Walker an zwei Abenden in der Woche die Gelegenheit bekommen, im Sportzentrum ihre Runden zu drehen. Die Lichter bleiben jedoch im November aus, auch wenn die Resonanz in der vergangenen Woche positiv war.

Auch in Herten bleiben die städtischen Sportanlagen geschlossen. Martina Kroll vom Sportamt der Stadt weist aber auf eine Ausnahme hin: Außenplätze auf privaten Anlagen dürften weiter unter Einhaltung der erforderlichen Einschränkungen genutzt werden. Dazu gehören etwa Freizeitanlagen wie Minigolf oder auch Tennis, erklärt sie.

Tennisvereine richten Freiluftplätze wieder her

Viele Tennisvereine in der Region hatten ihre Ascheplätze schon auf den Winter vorbereitet, die Netze abgebaut und im Schrank verstaut. Der gelbe Filzball fliegt nun, wie es eigentlich geplant war, nicht in den Tennishallen, sondern so lange es das Wetter zulässt, wieder unter freiem Himmel – allerdings nur in Einzeln.

Wer etwa in Marl seine Laufschuhe schnüren möchte, um sich in den nächsten Wochen fit zu halten, sollte die städtischen Sportanlagen nicht ansteuern. Eine Runde im Stadion zu drehen, ist nicht möglich. „Alle Anlagen sind gesperrt“, sagt Daniel Rustemeyer, Pressesprecher der Stadt, und verweist auf die gültige Coronaschutzverordnung. Die Sportvereine wurden bereits angewiesen, die Anlagen zu schließen.

Auch in Oer-Erkenschwick sind die städtischen Sportanlagen seit Montag allesamt dicht. Die Vereine haben die Tore verschlossen, entsprechende Hinweisschilder aufgehängt.

Drei Waltroper Vereine mit eigener Sportanlage

„Die kommunal betriebenen Sportstätten“, sagt Dagmar Windisch vom Sportbüro der Stadt Waltrop, „sind geschlossen.“ Hirschkamp-Stadion und Sportzentrum Nord dürfen also nicht mehr genutzt werden. Der Ruderverein, Tennisclub Rot-Weiß und TV Einigkeit Waltrop haben vereinseigene Sportanlagen.

Ähnlich sieht es auch in Datteln aus. Die städtischen Sportplätze sind allesamt dicht. Die Ausnahme bildet der TV Datteln 09, der zwar seinen Trainingsbetrieb auf seiner Anlage komplett eingestellt hat. „Wir werden diesmal aber, mit Hoffnung auf eine kurzen Lockdown, das Sportgelände nicht absperren. Betrachtet werden soll dies aber nicht als Aufforderung, sich im Sinne von Individualsportler zufällig auf dem Platz mit anderen zu treffen, um dann schlussendlich doch Sport gemeinsam zu treiben“, teilt Roland Köster, Vorsitzender des Dattelner Turnvereins, mit. „Sollte dies dennoch geschehen, werden wir den Platz absperren“, heißt es in einer Mitteilung des Vorsitzenden.

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