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Mit dem Schimmel Colorit gleich doppelt in der Erfolgsspur: Springreiter Christian Ahlmann vom Reit- und Fahrverein Alt-Marl.

Springreiten

Ahlmann eilt weiter von Sieg zu Sieg

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MARL/BRAUNSCHWEIG - Mit Christian Ahlmann muss in dieser Hallensaison weiter gerechnet werden – und das selbst wenn der Reiter so manchen Erfolg wohl selbst nicht auf der eigenen Rechnung hat. Wie den Sieg im Championat von Braunschweig, der zweitwichtigsten Prüfung bei den Löwen Classics am Wochenende.

Doch keine Veranstaltung, in der der Alt-Marler nicht noch ein weiteres Eisen im Feuer hat. So ebenfalls in Braunschweig, wo der 41-Jährige am Sonntag auch noch den Sieg im Großen Preis feiern durfte.

Was die ganze Angelegenheit noch bemerkenswerter macht: Zweimal feierte Ahlmann den Erfolg mit ein und demselben Pferd, dem Schimmel Colorit. Der 13 Jahre alte Württemberger ging damit zwei saftige Prüfungen binnen 24 Stunden in Folge fehlerfrei! Und das hatte der Reiter durchaus kommen sehen.

„Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf den Dach“, hatte Christian Ahlmann noch am Sonntagmittag geantwortet auf die Frage, ob es denn der Plan gewesen sei, im Championat auf Angriff zu reiten, wo eben doch tags darauf auch noch der Große Preis wartete.

Als der 41 Jahre alte Marler im Stechparcours seine Chance erkannte, nutzte er sie: In fehlerfreien 38,77 Sekunden setzte sich Ahlmann mit dem Schimmelhengst Colorit vor dem Schweden Peder Fredericson mit Flip’s Little Sparrow (0/41,98) und dem Iren Denis Lynch mit Zamora (0/43,65) durch, wofür es neben Punkten für die Weltrangliste ein vergleichsweise bescheidendes Preisgeld in Höhe von 7 500 Euro gab.

Später war Christian Ahlmann noch im ungleich üppiger dotierten Großen Preis engagiert – wieder mit Colorit. Der Reiter war überzeugt, dass sich der aus einer Deckpause gekommene Hengst nicht hatte im Championat verausgaben müssen.

„Die Gefahr ist relativ gering“, so der Reiter. „Er ist einer, der sehr ausgeglichen ist und der immer ruhig bleibt. Jüngere Pferde kommen leichter unter Stress bei solchen Prüfungen, in denen zum Beispiel das Publikum dicht dabei sitzt. Er macht einfach seinen Job, und das macht er richtig gut.“

Ohnehin gilt der Schimmel als ziemlich unkomplizierter Vertreter seiner Zunft, wie der Reiter zufügt, der vor dem Großen Preis daher positiv gestimmt war: „Ich denke, dass ich da immer noch eine gute Chance habe.“

Und die nutzten Colorit und Ahlmann auf eindrucksvolle Weise, auch wenn die internationale Spitzenklasse nur spärlich den Weg nach Braunschweig gefunden hatte. In fehlerfreien 36,14 Sekunden nahmen der Marler und Colorit dem Niederländer Willem Greve und Carambole im Stechen gut eine halbe Sekunde ab.

Der Lohn: Neben dem Spatz in der Hand gab’s am Ende nun auch noch die Taube auf dem Dach. Dazu kamen wieder etliche Punkte für die Weltrangliste. Und ein nagelneues Auto aus niedersächsischer Produktion obendrauf.

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