Trainer Jörg Breski hofft, dass sich die personelle Situation nach der Herbstpause bessert.

Fußball

Die Spvgg. Erkenschwick sucht nach einem Weg aus der Jugend-Krise

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In nur neun Jahren ging’s für die U19 der Spvgg. von der Bundesliga bis in die Bezirksliga. Und die Talfahrt ist noch nicht gestoppt.

Stolz hatte man bei der Spvgg. Erkenschwick viele Jahre lang immer damit geprahlt, dass die Jugendabteilung des Traditionsvereins vom Stimberg die beste im gesamten Fußballkreis sei. „Hier“, so hieß es vollmundig aus schwarz-roten Kehlen, „haben talentierte Fußballer die Chance, höherklassig in der Jugend und im Seniorenbereich zu kicken.“ 

Zweimal schaffte es der älteste Nachwuchs des einstigen Zweitliga-Kulbs tatsächlich bis in die Bundesliga, empfing den FC Schalke 04, Borussia Dortmund oder Mönchengladbach im Stimbergstadion. Zwangsläufig zogen auch die jüngeren Altersklassen nach. 13/14 stieg die U17 in die Landesliga auf.

 So rasant wie es in den Jahren bergauf ging, so flott ging’s zuletzt aber bergab. Am Ende der Saison 2010/ 2011 stieg die A-Jugend aus der Bundesliga ab, ein Jahr später wurde die U19 aus der Westfalenliga durchgereicht in die Landesliga. Negativer Höhepunkt aber war in der vergangenen Saison der Doppelabstieg der B- und A-Junioren.

Es sollte nur ein Betriebsunfall sein, den man mit dem Wiederaufstieg schnellstmöglich reparieren wolle. So zumindest hatten es die Verantwortlichen nach der Saison zunächst ehrgeizig verkündet. Während man bei den B-Junioren – aktuell Tabellendritter der Bezirksliga – zumindest noch Hoffnung haben darf, dass es wieder aufwärts geht, sieht die aktuelle Situation bei den A-Junioren eher trostlos aus. 

Auf Jörg Breski, der den ebenfalls zuvor vom TSV Marl-Hüls gekommmenen Oliver Ridder nach nur einem Spiel als Coach der U19 ablöste, wartet eine fast unlösbare Aufgabe. Nach vier Spielen wartet der 56-jährige ehemalige Profi und langjährige Mittelfeldspieler der Spvgg. auf das erste Erfolgserlebnis. Ob es das schon am Sonntag geben wird, daran zu glauben fällt selbst „Optimist“ Breski schwer.

„Wir haben zuletzt mal mit sieben, fünf oder sogar nur drei Spielern trainiert. Ausgefallen ist das Training aber nicht“, versichert Breski. 

Nach dem Spiel bei der SG Wattenscheid hoffen die Erkenschwicker, dass die Zeit für sie läuft. „Nach der Herbstpause kommen einige verletzte und kranke Spieler hoffentlich zurück. Grundsätzlich müssen wir den Kader aber in der Winterpause irgendwie breiter aufstellen“, sagt Breski. Gelingt der Spvgg. das nicht, droht der nächste Abstieg. Es wäre ein tiefer Fall, denn nach der Neustrukturierung im Jugendfußball des Kreises gibt es keine „feste“ Kreisliga A mehr. Die A-Jugend der Spvgg. müsste sich im Abstiegsfall gemeinsam mit Titania, Rot-Weiß oder Grün-Weiß in der Kreisliga B erst qualifizieren.

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