Jubel beim 4:3-Heimsieg der Spvgg. Erkenschwick über Grün-weiß Nottuln am 11. Oktober 2020 in der Fußball Westfalenliga 1.
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Finn Wortmann und Jyhad Seklawi bejubeln einen weiteren Erkenschwicker Treffer gegen Nottuln.

Fußball Westfalenliga

Tore satt - so spielten Spvgg. Erkenschwick und TuS 05 Sinsen am 6. Spieltag

  • Olaf Krimpmann
    vonOlaf Krimpmann
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Unterhaltsam war‘s an diesem Sonntag am Stimberg und in Sinsen allemal - vor allem fielen bei den heimischen Westfalenligisten TuS 05 Sinsen und Spvgg. Erkenschwick reichlich Tore.

• Die Spvgg. Erkenschwick feierte mit einem 4:3 (3:1) über Grün-Weiß Nottuln den ersten Heimsieg in der Saison.

• TuS 05 Sinsen erlitt einen weiteren Rückschlag: Das Heimspiel gegen SuS Neuenkirchen ging 1:2 verloren.

• Die „Schwicker“ klettern in der Tabelle auf Rang sechs, Sinsen ist nun Zwölfter.

Den hohen Unterhaltungswert am Stimberg gab es von Anpfiff an: Gefühlt 20 Sekunden waren gespielt, als ein Flankenball von Finn Wortmann den Kopf von Jyhad Seklawi fand – der traf aus zwölf Metern zum 1:0. Und weiter ging’s! Nottuln drosch den Ball vom Anstoßpunkt nach vorne. Danny Tottmann, zusammen mit Steffen Heine für Christian Ovelhey (gesperrt) und Christoph Kasak (verletzt) in die Innenverteidigung beordert, ließ den Ball durch. Keeper Sören Stauder zögerte kurz, was Nottulns Felix Hesker ausnutzte, um dazwischen zu sprinten – schon stand es 1:1 (2.).

Das Chancen-Tempo blieb fortan hoch, wobei die Platzherren, die kurzfristig auf Kunstrasen ausweichen mussten, die agilere, spielfreudigere Mannschaft waren. „Gefühlt haben wir in der ersten Halbzeit jede Eins-gegen-eins-Situation verloren“, haderte GW Nottulns Trainer Jens Niehues berechtigt. Dass sein Team zur Pause nach weiteren Erkenschwicker Treffern durch Wortmann (24.) und erneut Seklawi (29.) nur 1:3 hinten lag, war Glück. Hakan Gökdemir (traf den Außenpfosten/6.), Skandar Soltane (scheiterte im Strafraum an Keeper Kevin Kemmann/14.) und Seklawi (köpfte einen Klakus-Eckball frei über den Querbalken/19.) ließen beste Chancen aus.

Einbahnstraßen-Fußball und „Tor des Monats“

Der Erkenschwicker Einbahnstraßen-Fußball setzte sich auch nach Wiederanpfiff fort, da klappte dann auch ein Kabinettstückchen wie die Freistoßvariante in der 50. Minute, bei der überraschend Linksverteidiger Lucas Keysberg aus 18 Metern Maß nehmen durfte und zum 4:1 traf. Auch die verbleibenden 40 Minuten waren unterhaltsam. Zum einen, weil Erkenschwick - in der vergangenen Woche noch im Kreispokal im Einsatz - weiter schluderte mit den Chancen, Finn Wortmann (69.) und der eingewechselte Leon Stöhr frei vor Nottulns Keeper scheiterten (79.). „Das waren Hundertprozentige!“, tadelte Trainer David Sawatzki.

Zum anderen, weil Felix Heskers Schuss ins Glück (sein Treffer aus 25 Metern an den Innenpfosten zum 4:2 war einer der Sorte „Tor des Monats“/66.) die Nottulner Lebensgeister weckte. Die Münsterländer sahen nun ihre Chance, während bei Erkenschwick durchaus zwei-, dreimal der Baum im Strafraum brannte. Vor allem, nachdem Pascal Gerdes das 4:3 erzielte (80.) und Schiri Martin Gratzla großzügig nachspielen ließ. Hart erarbeitet, aber verdient „rettete“ die Spvgg. Erkenschwick den Sieg über die Ziellinie.

Ortswechsel. „Wir machen unerklärliche individuelle Fehler, die zu Gegentoren führen. So haben wir bereits fünf Punkte verloren“, zog Sinsens Trainer Michael Schrank ein betrübliches Fazit nach der 1:2-Heimpleite gegen SuS Neuenkirchen. Doch dieser Nachmittag, der im Regen endete, hatte für Schrank und die TuS-05-Familie noch weitere schlechte Nachrichten parat. Denn zu den Sinsener Ausfällen kommt nun noch einer dazu. Mindestens.

Alles läuft gegen Sinsen: Platzverweis und Grieß-Verletzung

Ünal Kurtulus beendet in der 60. Spielminute einen verheißungsvollen Angriff der Gäste mit einem Foul. Dafür erhielt der Abwehrspieler zurecht eine Gelbe Karte. Weil er schon verwarnt war, zeigte ihm Schiedsrichter Sven Wensing folgerichtig Gelb-Rot. Zudem verließ der fünffache Torschütze Mirko Grieß kurz vor Schluss das Spielfeld. Ihn plagte eine Oberschenkelverletzung.

Denn trotz Unterzahl lieferten die Schwarz-Weißen dem Gast aus dem Münsterland einen beherzten Fight. Fürkan Saritas ging aus dem Mittelfeld in die Viererkette, Lorenz Niedrig rückte dafür zurück ins Mittelfeld. Und im Angriff erkämpfte Grieß einen Freistoß an der Strafraumlinie. Aber Okan Solak setzte diese gute Chance zur 2:1-Führung leichtfertig übers SuS-Tor (68.).

Dann brachte ausgerechnet Kapitän und Abwehrorganistor Tugay Tekin mit einem Fehlpass vor dem Strafraum die Gäste in beste Position. Felix Wiggers erlief sich den Ball, passte noch quer auf Malte Nieweler, der aus spitzem Winkel zum 1:2 in der 87. Minute für SuS Neuenkirchen ins Tor traf.

Es war mehr drin für den TuS 05

Vor allem in der ersten Halbzeit zeigten die Sinsener durchweg eine ansprechende Leistung. Nach dem frühen 0:1 in der vierten Spielminute gelang der Heimelf bereits im Gegenzug der Ausgleich: Valentin Yarokha hatte eine scharfe Flanke geschlagen, Lorenz Niedrig kam im Nachsetzen an den Ball und setzte ihn per Kopf ins Neuenkirchener Tor zum 1:1.

Der TuS 05 Sinsen zeigte sich fortan sicher in der Defensive, überlegen im Mittelfeld und hätte durchaus in Führung gehen können. Einmal konnte Olcay Yilmaz eine Superflanke von Yarokha nicht nutzen: Aus wenigen Metern ging sein Volleyschuss am Tor vorbei (27.). Zum anderen parierte SuS-Torwart Lukas Greiwe einen strammen Schuss von Mirko Grieß (43.). Keine Frage damit: Hier war mehr drin für den TuS 05.

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