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Führt das Feld auf dem Altstadtmarkt an: Halleneuropameister Pawel Wojciechowski.

Stabhochsprung

38. Marktplatzspringen: Harte Konkurrenz für den Europameister

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RECKLINGHAUSEN - Es ist angerichtet! Zwei Wochen vor dem 38. Marktplatzspringen am 31. Mai steht das Teilnehmerfeld fest. Eine der Zugnummern ist der aktuelle Halleneuropa- und Ex-Weltmeister Pawel Wojciechowski.

Der 29-jährige Pole nimmt einiges auf sich, um seine Premiere auf dem Altstadtmarkt zu feiern, wie Organisator Hans Timmermann bei der Präsentation des Teilnehmerfelds berichtet. Am Abend vor der 38. Auflage am Freitag, 31. Mai, ist Wojciechowski, Weltmeister 2011 und Halleneuropameister 2019, noch beim Diamond-League-Meeting in Stockholm gefordert. „Am Freitag steigt er um zehn in den Flieger, 12.10 Uhr landet er in Düsseldorf, und am Nachmittag ist er dann zum Springen auf dem Altstadtmarkt“, sagt Timmermann. Mit Sporttasche und kostbaren Kunststoffstäben. Na dann: Gute, vor allem aber pünktliche Reise. Der Weltklasse-Athlet aus dem polnischen Bydgoszcz passt schließlich bestens zum Marktplatzspringen, bei dem sich in der Vergangenheit schon diverse Olympiasieger, Welt- und Europameister die Ehre gaben.

Favorit könnte den Rekord in Gefahr bringen

Pawel Wojciechowski ist auf dem Papier der Favorit: Mit 5,93 m hat er eine Bestleistung vorzuweisen, an der seine Konkurrenten noch nicht kratzen konnten. Der amtierende Halleneuropameister könnte sogar Björn Ottos Marktplatzspringen-Rekord von 5,83 m in Gefahr bringen. Gefordert wird Pawel Wojciechowski in jedem Fall. Zwar musste Titelverteidiger Arnaud Art absagen, der Student aus Belgien muss zur Uni. Im Feld der Männer sind aber mit dem Leverkusener Karsten Dilla, dem Niederländer Rutger Koppelaar oder dem Polen Robert Sobera Stabartisten am Start, die einen Sprung über 5,70 m drauf haben. Wie hoch es diesmal hinausgeht? Das werden die Stabhochsprung-Fans auch in diesem Jahr vor dem Wettkampf der Männer gefragt. Wer bei „Erraten Sie die Siegeshöhe“ auf seinem Tippzettel die richtige Lösung einträgt, der ist im Rennen um die Sachpreise, die von den Sponsoren zur Verfügung gestellt werden.

Die Frauen machen den Anfang

Den Anfang machen am 31. Mai ab 15.30 Uhr die Frauen. Die Finnin Minna Nikkanen, die 2018 in Recklinghausen 4,31 m übersprang und gewann, will ihren Titel verteidigen. Aber das Unternehmen wird alles andere als einfach – das Feld ist ausgeglichen gut besetzt. Katharina Bauer (Bayer Leverkusen) mit einer Bestleistung von 4,65 m dürfte in Recklinghausen um den Sieg mitspringen. Ebenso Malin Dahlström (Schweden) und Fanny Smets (Belgien), die beide schon in Recklinghausen gewonnen haben. Und selbstverständlich dabei ist auch die siebenfache Siegerin Martina Strutz, für die immer ein Platz im Teilnehmerfeld frei ist. Die Athletin vom Hagenower SV, die mit ihren 4,60 Uhr aus dem Jahr 2013 auch den Rekord in Recklinghausen hält, kämpft sich nach einer Operation an der Achillessehne im Sommer 2018 gerade wieder heran. Für Spannung dürfte gesorgt sein. Zeitplan am 31. Mai 14.30 Uhr: Künstler aus des Programm „Neuer Zirkus“ der Ruhrfestspiele auf dem Altstadtmarkt 15.20 Uhr: Eröffnung des Marktplatzspringens mit Bürgermeister Christoph Tesche 15.30 Uhr: Stabhochsprung der Frauen 17.15 Uhr: Stabhochsprung der Männer (ca. 19.30 Uhr: Siegerehrung und Abschluss) Frauen Katharina Bauer (Bayer Leverkusen), Stefanie Dauber (SSV Ulm), Martina Strutz (Hagenower SV), Malin Dahlström, Hanna Jansson (beide Schweden), Romana Malacova (Tschechien), Fanny Smets (Belgien), Minna Nikkanen (Finnland) Männer Thorben Blech, Karsten Dilla (beide Bayer Leverkusen), Constantin Rutsch (Olympia Dortmund), Simen Gottormsen (Norwegen), Tomas Wecksten (Finnland), Robert Sobera, Pawel Wojciechowski (beide Polen), Rutger Koppelaar (Niederlande), Declan Carruthers (Australien)

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