Niklas Trakowski, links, im Zweikampf für den TSV Marl-Hüls.
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Bissig und zweikampfstark: Niklas Trakowski (links, hier im Einsatz für die U19 des TSV Marl-Hüls) wechselt nach Disteln.

Fußball

Fünf für Vestia: Das sind die Neuen beim Bezirksligisten Disteln

  • Thomas Braucks
    vonThomas Braucks
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Dass im Sommer fast eine komplette Elf den SV Vestia Disteln verlassen will, lässt beim Bezirksligisten zwar keinen kalt. An seinem Kurs hält der Verein trotzdem fest: Vestia setzt weiter auf junge Kicker mit Talent und aus der Region.

Am Wochenende präsentierte der Sportliche Leiter Martin Schmidt gleich fünf Neuzugänge für die Spielzeit 2021/22: Spieler im Alter zwischen 18 und 20 Jahren, die im Sommer etablierte Fußballer ersetzen sollen. Die wollen, wie berichtet, abwandern, weil sie mit der Arbeitsweise von Trainer Jörg Breski nicht klarkommen. Bemerkenswert aus Sicht von Martin Schmidt: „Die jungen Spieler kommen zu uns, weil sie mit Breski zusammenarbeiten wollen.“

Die Neuen an der Fritz-Erler-Straße in der Übersicht:

Julian Thimm ist ein offensiver Mann für die Flügel. Er wurde beim TSV Marl-Hüls ausgebildet, wechselte aber schon als A-Junior zum VfB Kirchhellen, wo er 2019, noch als U19-Spieler, maßgeblich zum Aufstieg in die Bezirksliga beitrug. Thimm erzielte bei acht Einsätzen in der „Ersten“ acht Treffer - und drehte im Relegationskrimi gegen Eintracht Gelsenkirchen vor 2000 Zuschauern groß auf (7:5 nach Elfmeterschießen). Martin Schmidt: „Julian passt perfekt ins Anforderungsprofil unserer Trainer Jörg Breski und Daniel Koseler.“

Aus der U19 des TSV Marl-Hüls kommt Felix Altehage, ein hochgewachsener Innenverteidiger mit ausgereifter Technik und guter Spieleröffnung. Seine Kopfballstärke wird in der Bezirksliga bei Standards helfen.

Ebenfalls aus der U19 des TSV stößt Niklas Trakowski zum SV Vestia. Der defensive Mittelfeldspieler war in der U17-Bundesliga für Rot-Weiss Essen am Ball, ist technisch beschlagen, zweikampfstark und bissig. Ein Spieler, der den Ball erobern soll und den Spielaufbau beleben kann.

Aus der Jugendabteilung des SV Vestia wechselt Timo Schmidt in den Kader der ersten Mannschaft. Der gebürtige Hertener begann als Minikicker in Disteln mit dem Fußballspielen, lernte anschließend beim VfB Hüls und beim TSV Marl-Hüls, wo der Sohn des Sportlichen Leiters Martin Schmidt in der U19 ein Aktivposten in der Landesliga war. Im vergangenen Jahr fand Schmidt den Weg zurück an die Fritz-Erler-Straße. Der Linksfuß soll mit seinem Spielwitz über die Außenbahn wie im Zentrum Akzente setzen.

Mark Mahlmeister verstärkt den Distelner Trainerstab

Mit ihm rückt auch Distelns U19-Torhüter Nils Wasmus in die erste Mannschaft. In Vestias Bezirksliga-Kader nimmt er im Sommer den Platz von Mark Mahlmeister ein. Der Routinier verstärkt künftig den Tainerstab und wird sich um die Torhüter kümmern. Nils Wasmus war in der Vergangenheit bei der SSV Buer schon höherklassig gefordert und kam 2020 zum SV Vestia. Viele Spiele hat er wegen des Corona-Lockdowns nicht absolvieren können, so der Sportliche Leiter Martin Schmidt: „Seine sehr gute Torwartausbildung hat Nils aber schon unter Beweis gestellt und sich seinen Platz im Kader absolut verdient.“

Abgeschlossen ist die Planung des Bezirksligisten damit nicht. Zum Kader für die kommende Saison, der aktuell 20 Akteure umfasst, sollen noch zwei bis drei Spieler dazustoßen. Vor allem in der Abteilung Attacke sieht Martin Schmidt noch einigen Bedarf. Aber bei allem jugendlichen Elan: In diesem Jahrtausend geboren zu sein ist kein Muss für ein Engagement beim SV Vestia, stellt der Sportliche Leiter klar: „Natürlich können das auch ältere Akteure sein, aber sie müssen zur Mannschaft und den Strukturen des Vereins passen.“

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