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46. Giersch Wasmuth Turnier VfT SW Marl, die finale Parade (von links): VfT-Vorsitzender Klaus Beher, Bürgermeister Werner Arndt, die Finalisten Kim Möllers, Nora Niedmers, Katarzyna Kawa, Alexander Mannapov und Turniersponsor Roland Mikl.

Tennis - 46. Giersch-Wasmuth-Turnier

Marathon-Mann Mannapov gibt auf

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Die meisten Zuschauer hatten die Tennishalle des VfT Schwarz-Weiß Marl längst verlassen, da humpelte endlich auch Alexander Mannapov dem Ausgang entgegen. Barfuß. Ob die Tränen von den schmerzenden Füßen herrührten? Oder vom Frust über dieses Finale? Vermutlich beides.

Als 14-Jähriger hat Mannapov als Talent zum ersten Mal beim Giersch-Wasmuth-Turnier aufgeschlagen. Jetzt, bei der 46. Auflage und im Alter von 23 Jahren, stand der „Marler Junge“, wie Turnierchef Klaus Beher ihn zum Finale begrüßte, endlich im Endspiel.

Ein Ergebnis nicht nur von spielerischer Klasse, sondern auch von Herz und Kampfgeist. Wie Mannapov am Samstagabend im Viertelfinale etwa den Topfavoriten Marvin Netuschil mit 1:6, 7:6 und 6:4 niederrang, das war aller Ehren wert. Denn: Mannapov war am Nachmittag noch zum Dorstener TC geeilt, um für seinen Klub in der Westfalenliga zu spielen.

„Wie verrückt muss man sein, um so etwas zu machen“, fand Kim Möllers, Mannapovs Gegner im Finale. Es war als Anerkennung gemeint: „Alex hat ein Riesenturnier gespielt.“

Als Mannapov dann am Sonntagmittag auch noch den an Nummer drei gesetzten Jannis Kahlke (TC Blau-Weiß Lechenich) mit 6:4 und 6:4 aus dem Turnier befördert hatte, ging der Marler endgültig auf dem Zahnfleisch. Präziser: Auf wund gelaufenen Füßen Zwölf Sätze hatte er in zwei Tagen bis zum Finale absolviert – Kim Möllers nur sechs.

Fürs Finale wickelte Mannapov Verbände um beide Füße. Es half nichts. Bei den harten, präzisen Schlägen des Ex-Dorsteners Kim Möllers (TC Bredeney) kam er vor 200 Zuschauern einfach nicht mehr hinterher. Nach fünf Spielen und einer 5:0-Führung für Kim Möllers warf Mannapov das Handtuch. „Danke an alle Zuschauer, die in die Halle gekommen sind“, sagte der Unterlegene. „Es tut mir leid, dass es so zu Ende geht.“

Ganz anders die Stimmung von Kim Möllers. Die Nummer zwei der Setzliste hätte sein Werk zwar gern sportlich zu Ende gebracht. Bei seiner zehnten Teilnahme und in seinem dritten Finale konnte der 29-Jährige nun endlich das „GWT“ gewinnen. „Das macht mich happy“, sagte Möllers hinterher.

Einseitiges Finale bei den Damen

Zuvor hatte die Marler Tennisgemeinde ein einseitiges Damenfinale erlebt: Die topgesetzte Polin Katarzyna Kawa (Club an der Alster), Nummer 268 der Weltrangliste, dominierte das Match gegen Nora Niedmers (TC Ludwigshafen). Widerstand hatte die 26-Jährige nur zu Beginn des zweiten Satzes zu brechen. Am Ende stand ein 6:1 und 6:2 gegen Nora Niedmers, die nach 2016 zum zweiten Mal ein Finale in Marl verlor.

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