Michael Schrank (Trainer TuS 05 Sinsen)
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Der TuS 05 Sinsen hat dem am 30. Juni auslaufenden Vertrag mit Trainer Michael Schrank (r.) nicht verlängert. Die Zukunft von Co-Trainer Timo Koscholleck (M.) ist noch nicht geklärt.

Fußball

Paukenschlag in Sinsen! Michael Schrank geht zum Saisonende - so begründet es der Verein

  • vonOlaf Nehls
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Fußball-Westfalenligist TuS 05 Sinsen trennt sich zum Saisonende von Trainer Michael Schrank. Über den Namen eines Nachfolgers wird schon spekuliert.

Update, 7. Februar, 14.16 Uhr: Der TuS 05 Sinsen und Trainer Michael Schrank gehen zum Saisonende getrennte Wege. Mittlerweile gibt es auch eine offizielle Pressemitteilung des TuS 05 Sinsen. Darin heißt es wörtlich: „Der TuS 05 Sinsen will mit einem neuen Konzept und neuem Personal in die nächste Saison starten. Die Sportliche Leitung um Alexander Glembotzki und Dennis Ley hat sich entschieden, diesen Weg mit einem neuen Cheftrainer zu gehen. Aus diesem Grund wird der bis zum Saisonende laufende Vertrag mit dem erfolgreichen Coach Michael Schrank nicht verlängert.

Die Entscheidung ist dem Sinsener Vorstand nicht leichtgefallen. „Sportlich haben wir an Michaels Arbeit überhaupt nichts auszusetzen“, so der Vorsitzende Uwe Schirrmeister. „Michael hat die Mannschaft im Januar 2020 in einer sehr schwierigen Situation übernommen und vor dem Abstieg bewahrt. Nach den vielen Abgängen zum Saisonende hat er es mit viel Fleiß und Fachwissen verstanden, ein neues Team aufzubauen, das nach einer Eingewöhungsphase richtig guten und erfolgreichen Fußball gespielt hat.“

„Allerdings stellen wir uns gerade insgesamt konzeptionell neu auf“, so der Sportliche Leiter Alexander Glembotzki. „Wir wollen wieder mehr Nähe zum Verein erzeugen, mehr Lokalkolorit schaffen. Mit jungen Spielern aus der näheren Umgebung, am besten sogar mit Stallgeruch. Unsere neue Marschroute ‚Aus der Region – für die Region‘ werden wir konsequent verfolgen. Wir haben uns mit Michael Schrank zusammengesetzt und gemerkt, dass wir unterschiedliche Philosophien haben, wie es mit der ersten Mannschaft weitergehen kann. Insofern sind beide Seiten einvernehmlich zu dem Schluss gekommen, dass man nach der Saison getrennte Wege geht – ganz ohne Groll, das ist einfach eine Richtungsentscheidung.“

„Wir trennen uns im Guten“, betont Schirrmeister. „Michael ist ein untadeliger Sportsmann, der versteht, dass die junge Sportliche Leitung eigene Akzente setzen will und einen neuen Ansatz verfolgt. Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute und werden sicher in Kontakt bleiben.“ Gespräche mit möglichen Nachfolgern laufen und werden nach Vollzug kommuniziert.

Unsere Erstberichterstattung: Derzeit kann niemand genau sagen, was mit der seit Ende Oktober unterbrochenen Saison in der Westfalenliga passiert. Wird die Spielzeit abgebrochen, dann war der 4:0-Erfolg gegen GW Nottuln am 25. Oktober vergangenen Jahres bereits das Abschiedsspiel für Michael Schrank (55) als Trainer des TuS 05 Sinsen. Am Wochenende hat der Verein dem Fußballlehrer nämlich mitgeteilt, dass sein am 30. Juni auslaufender Vertrag nicht verlängert wird.

Für Michael Schrank, der im Januar 2020 das Traineramt beim TuS 05 von seinem Vorgänger Toni Kotziampassis übernahm, kam die Entscheidung schon etwas überraschend. Noch am vergangenen Freitag war der 55-Jährige davon ausgegangen, dass seine Dienste auf der Bezirkssportanlage in Obersinsen weiter gefragt sein würden. In einem Gespräch am Wochenende, bei dem auch der neue Sportliche Leiter Alexander Glembotzki sowie die Vorstandsmitglieder Marcus Voigt und Christian Kopse anwesend waren, wurde Schrank jedoch mitgeteilt, dass man in der neuen Saison ohne ihn plane. „Das ist völlig legitim“, sagt Schrank selbst dazu und spricht von einem „insgesamt fairen Gesprächsverlauf“.

Neuer Coach soll in der nächsten Woche vorgestellt werden

„Man hat mir erklärt, was der Verein in Zukunft vor hat, in welche Richtung es gehen soll und dass man mit einem anderen Trainer plant. Es wird sich wohl auch im Vorstand einiges ändern. Schließlich waren wir auch nicht mehr auf einer Wellenlänge. Ich selbst hätte meinen Vertrag unter den Umständen nicht verlängert“, erklärt Schrank.

Die Verantwortlichen haben nun Zeit, einen Nachfolger für Michael Schrank zu präsentieren, sind bei der Trainersuche aber wohl schon sehr weit. „Ich rechne damit, dass wir in der nächsten Woche den Trainer vorstellen können“, sagt Glembotzki. Gerüchten zufolge soll es sich beim neuen Mann an der Linie um den Ex-Sinsener Dennis Hübner handeln, der vertraglich noch bis Ende Juni als Co-Trainer von Toni Kotziampassis beim ASC Dortmund in Diensten ist.

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