D-Jugend der SG Hillen
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Gemeinsam sind sie stark: Die Nachwuchskicker, wie hier die D-Junioren der SG Hillen 2019, hoffen auf eine schnelle Rückkehr in den Trainingsbetrieb.

Fußball

Training für den Nachwuchs? Appell stößt auch im Vest auf Verständnis

  • Jochen Börger
    vonJochen Börger
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  • Olaf Nehls
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Ab auf den Trainingsplatz oder alles ruhen lassen? Zumindest wenn es um einen geregelten Betrieb für die Jugend geht, wünschen sich viele Flexibilität.

Die Präsidien in den Landesverbänden formulieren gemeinsam mit DFB-Präsident Fritz Keller eine klare Position: Der Trainingsbetrieb soll, wenn es irgendwie möglich ist, wieder zugelassen werden. Doch was sagen die Verantwortlichen im Fußball-Kreis dazu?

„Natürlich müssen wir weiter Vorsicht walten lassen. Aber grundsätzlich würde ich sofort befürworten, dass unter klaren Regelungen der Trainingsbetrieb wieder stattfinden könnte“, sagt Markus Stania, Jugendleiter beim SC Herten. In einem vergleichsweise kleinen Verein wie seinem könnte bei aktuell fünf Jugendteams folgende Regelung geradezu passen: Pro Tag kann ein Team auf den Platz und Trainingseinheiten absolvieren. „In größeren Klubs ist das sicher schwerer zu stemmen. Aber dem Appell kann ich folgen. Und der Zulauf der Kinder und Jugendlichen wäre bestimmt bei 100 Prozent“, vermutet Stania.

Ähnlich sieht es auch Thomas Breimann, Jugendleiter beim VfB Waltrop, mit knapp 400 Kindern und Jugendlichen einer der größten Vereine im Kreis: „Auf jeden Fall sollte der Trainingsbetrieb wieder aufgenommen werden.“ Auf der einen Seite sei der Sport für viele Kinder ein ganz wichtiger Bestandteil ihres Lebens, sagt Breimann. „Auf der anderen Seite ist es aber auch für viele kleine Vereine ganz wichtig, um den Fortbestand von Mannschaften zu sichern. Da gibt es Altersklassen, in denen nur 14 oder 15 Kinder spielen. Wenn da jetzt drei, vier mit dem Fußball aufhören und sich andere Hobbys suchen, müssen ganze Mannschaften abgemeldet werden“, gibt Breimann zu bedenken.

Den VfB betreffe das derzeit nicht. „Wir sind wohl der einzige Verein im Kreis, der auch in der Coronazeit noch Zulauf hat“, vermutet er. In den unteren Altersklassen gehen vier Minikicker-Mannschaften und ganz aktuell noch eine dritte F-Jugend für die Waltroper an den Start. „Das liegt an zwei Neubaugebieten, direkt im Einzugsbereich unseres Vereins“, sagt der Waltroper. Training und Freundschaftsspiele befürwortet Breimann also, die Rückkehr zum Ligaspielbetrieb lehnt er strikt ab und fordert einen Saisonabbruch. „Wir haben schließlich auch im März, April oder Mai noch mit Corona zu tun.“

Bei dem Thema sei er zwiegespalten, sagt Björn Schneider, stellvertretender Jugendleiter beim FC Marl. „Die Infektionszahlen mahnen zur Vorsicht. Da ist es sicher richtig, auch mal eine Pause einzulegen“, sagt der 41-jährige Familienvater. Sollte es jedoch grünes Licht von der Politik für eine Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes geben, dann würde er nach Rücksprache mit den Kollegen aus dem Jugendvorstand auch an der Hagenstraße die Tore wieder öffnen.

„Das ist eine schwierige Frage“, sagt Ludger Matena, A-Jugendtrainer beim SV Hochlar 28. „Im Freien, an der frischen Luft und unter Einhaltung aller Regeln kann ich es mir vorstellen, dass der Trainingsbetrieb wieder stattfindet. Es ist mit einem enormen Aufwand verbunden, auch für uns Übungsleiter. Aber ich finde, das ist es wert. Besser die Jugendlichen toben sich beim Sport aus als dass sie den ganzen Tag vor der Playstation hocken“, sagt Ludger Matena.

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