Jugendfußballer kämpfen auf dem Ascheplatz in Recklinghausen-Hochlar um den Ball.
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Wenige Tage vor dem Saisonstart hat sich der Verband zum Umgang mit der Corona-Pandemie geäußert.

Fußball

Verband erwartet unruhige Saison - das sind die Ziele

  • Olaf Krimpmann
    vonOlaf Krimpmann
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Immer wieder sind zuletzt Mannschaften wegen Corona-Infektionen in Quarantäne gegangen. Der Verband hat sich vor diesem Hintergrund zur Saison geäußert.

  • Die Coronafälle im Fußball reißen auch wenige Tage vor Saisonbeginn nicht ab.
  • Der Verband peilt zunächst die Austragung von zumindest 50 Prozent der Spiele an.
  • Der FLVW appelliert an alle Beteiligten, vorsichtig zu sein.

TuS 05 Sinsen II, SV Schermbeck, DJK Spvgg. Herten: Das Corona-Virus sucht auch die Fußballer immer heim. Und so sieht es auch anderswo aus. Gundolf Walaschewki, Präsident des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen (FLVW), appelliert daher kurz vor Beginn der Fußballsaison an Vereine, Spieler, Betreuer, Offizielle und Zuschauer, große Vorsicht walten zu lassen: „Wir müssen alles dafür tun, damit die Plätze nicht zu neuen Corona-Hotspots werden.“ Am Donnerstag verkündete der Verband, wie er in der neuen Saison angesichts der weiter anhaltenden Corona-Pandemie verfahren wird.

So sind Spielabsagen bei drei Corona-Verdachtsfällen innerhalb einer Mannschaft gerechtfertigt, wie der Vizepräsident Fußball, Manfred Schnieders, sagt. Eine Blaupause für solche Fälle gebe es aber keine. „Entscheidend ist immer, gerade was Quarantäne-Zeiten betrifft, das örtliche Gesundheitsamt.“ Wichtig auf jeden Fall: Jeder Verdacht muss den Behörden gemeldet und gegenüber dem Verband nachgewiesen werden. Der hat bei Corona-Fragen jetzt eine eigene Hotline eingerichtet, an die sich die Vereine wenden können.

Zuschauerkonzept ist wichtig

Mittlerweile gibt es auch einen Leitfaden, der unter anderem Anregungen für Stadiondurchsagen beinhaltet, damit auch Zuschauer sich an die geltenden Abstands- und Hygieneregeln halten. Inklusive aktiver Spieler und Offizieller sind pro Fußballspiel maximal 300 Personen zugelassen.

„Gerade die Umsetzung des Zuschauerkonzepts ist ein gravierender Faktor für die Fortsetzung der Saison“, bekräftigt Schnieders. Um eine Nachverfolgbarkeit bei den Personendaten zu garantieren und etwa Fantasieangaben bei der Einlasskontrolle zu verhindern, soll den Vereinen in Kürze dazu auch eine App zur Verfügung stellt werden: Jeder Zuschauer wird sein Kommen und Gehen dann per Smartphone dokumentieren.

Saisonwertung ab 50 Prozent der Spiele

Den Funktionären schwant aber bei allen Maßnahmen: Glatt dürfte diese Saison kaum über die Bühne gehen. „Wir müssen eine größtmögliche Flexibilität beweisen“, sagt Schnieders. Was auch für die Spielpläne gelte. Ziel des Verbandes ist zunächst, 50 Prozent aller Spiele durchzuführen. Schnieders: „Jeder muss einmal gegen jeden gespielt haben.“ In diesem Fall käme es auch im Falle eines Saisonabbruchs zu einem geregelten Auf- und Abstieg. Sollten diese 50 Prozent nicht erreicht werden, wird die Saison annulliert.

Auch die Sperrstrafen sind modifiziert. Sie werden nicht mehr wochenweise, sondern nach Spieltagen ausgesprochen. Eine Rote Karte am letzten Spieltag des Kalenderjahres ist damit nicht mehr automatisch nach der Winterpause abgegolten – es ist eine Regelung, die im Falle eines regionalen Lockdowns damit noch entscheidend werden kann.

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