+
Noch einmal wird sie über Außen punkten: Nadine Waterhoff, hier im Spiel am vergangenen Sonntag bei SC Union Lüdinghausen.

Volleyball

Beim TuS Herten geht eine Ära zu Ende

  • schließen

HERTEN - Nun klappt es doch mit dem erhofft entspannten Saisonfinale: Mit dem Gastspiel der SG Langenfeld feiern die Regionalliga-Volleyballerinnen des TuS Herten an diesem Freitagabend (20 Uhr) ihren Abschluss.

Nachdem die Mannschaft von Marvin Hansmann die drohende Relegation vermieden hat, hofft der Trainer auf einen unterhaltsamen Volleyballabend in der Knappenhalle: „Der Druck ist bei beiden Mannschaften weg, das könnte ein munteres Hin und Her geben.“ Für die zünftige Abschlussfeier dürften die Getränkevorräte nochmals aufgestockt worden sein. Denn üblich ist, dass beim letzten Saisonspiel die Spielerinnen verabschiedet werden, die sich nun umorientieren. Und was das betrifft, steht eine Zäsur bevor. Denn für Nadine Waterhoff wird mit dem Spiel Schluss sein, die 37-Jährige hatte ihren Abschied von der aktiven Zeit bereits vor Monaten angekündigt. „Ich freue mich“, sagt die Außenangreiferin, die in den vergangenen vier Jahren eins der prägenden Gesichter des TuS war. „Aber ein bisschen Bammel habe ich schon. Es wird bestimmt krass emotional werden.“ Der TuS Herten sei mehr als nur ein Sportverein für sie gewesen, sagt Waterhoff. Was wohl auf Gegenseitigkeit beruht. „Sie ist das, was das Projekt TuS verkörpert“, sagt Marvin Hansmann, der hinzufügt: „Umso trauriger ist es, dass sie jetzt die Schuhe an den Nagel hängen wird.“ Nach dem Weggang von Trainer Ferdi Stebner, der noch immer als der eigentliche Macher des Hertener Aufschwungs von der Landes- in die Regionalliga gilt, hat Nadine Waterhoff die Online-Aktivitäten des TuS in die Hand genommen – sie gilt in Mannschaft und Klub „als Herz und Seele“. „Ich bin ja nicht weg“, sagt sie. „Aber es ist Zeit, die Sache auf mehrere Schultern zu verteilen.“ Beruflich ist sie als Prokuristin einer Agentur für Onlinemarketing stark eingespannt. Der TuS wird ihr weiter eine Herzensangelegenheit bleiben, versichert sie: „Es ist ja nicht nur der Sport. Es gab so viele schöne Momente, hier sind Freundschaften entstanden.“ Die Wertschätzung, die Nadine Waterhoff in Herten erfährt, bekommt sie in diesen Tagen verstärkt zu spüren. Die ersten Abschiedsgeschenke gab es bereits. Mails mit den besten Wünschen für die Zukunft sind eingetroffen. Wenn sie je versucht haben sollte, den Tag ihres Abschieds möglichst lange von sich wegzuschieben, so war das in dieser Woche schier aussichtslos. Auch nach vier Jahren im Hertener Trikot sagt sie: „Vor allem die Heimspiele sind immer so besonders, weil eine eigene Stimmung herrscht. Da bekomme ich auch heute noch Gänsehaut.“ Der Vorsitzende Peter Hempel wird zur Verabschiedung unter Garantie die passenden Worte finden. Blumen wird’s wohl geben, was üblich ist. Hempel aber nicht vergessen, Taschentücher einzustecken. „Ich bin eben nah am Wasser gebaut“, sagt Nadine Waterhoff.

TuS Herten - SG Langenfeld; heute (Freitag), 20 Uhr – Knappenhalle.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Einsatz im Horror-Haus: Darum bedrohte ein Mann eine Frau mit der Pistole
Einsatz im Horror-Haus: Darum bedrohte ein Mann eine Frau mit der Pistole
Hauptverkehrsader in Herten wird zur Einbahnstraße
Hauptverkehrsader in Herten wird zur Einbahnstraße
Weitere Festnahme nach Raubserie, Einbrecher in Herten verhaftet, Einsatz in "Horror-Haus"
Weitere Festnahme nach Raubserie, Einbrecher in Herten verhaftet, Einsatz in "Horror-Haus"
Schwerer Unfall in Oer-Erkenschwick: Auto erfasst freilaufendes Pferd
Schwerer Unfall in Oer-Erkenschwick: Auto erfasst freilaufendes Pferd
Festnahmen nach Tankstellen-Raubserie in Castrop-Rauxel: Es gibt einen neuen Sachstand
Festnahmen nach Tankstellen-Raubserie in Castrop-Rauxel: Es gibt einen neuen Sachstand

Kommentare