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Volleyball

Entscheidung steht bevor - Der Verband sucht faire Lösungen

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Der Sportbetrieb der Volleyballvereine im Kreis Recklinghausen ruht bereits. Stattdessen schlägt die Stunde der Funktionäre. Besprochen werden Szenarien für das Saisonende.

  • Funktionäre tagen per Videokonferenz
  • Jürgen Adolph: "Faire Alternative finden"
  • Vermehrter Aufstieg und keine Absteiger?

Der Sportbetrieb der Volleyballvereine im Kreis Recklinghausen ruht bereits. Stattdessen schlägt die Stunde der Funktionäre. Wie Jürgen Adolph, Vorsitzender des Volleyballkreises Vest aus Waltrop, berichtet, arbeiten die Ausschüsse des Westdeutschen Volleyball-Verbandes (WVV) gerade an Szenarien für die Wertung der vorzeitig beendeten Saison.

Was das in den Zeiten der Corona-Pandemie bedeutet: Adolph, der im WVV auch als Jugendspielwart Verantwortung trägt, schaltet sich an seinem Rechner in Videokonferenzen mit den Kollegen im Verband zusammen. Am Donnerstag noch diskutierten Funktionäre aus dem Rheinland und Westfalen über zwei Stunden. Adolph: „Immerhin, die Fahrt zur Geschäftsstelle nach Dortmund konnten wir uns so sparen.“

Die Bundesligisten haben Klarheit

Klar ist bislang: Die Bundesligen als oberste Spielklassen unter dem Dach der Deutschen Volleyball-Liga (DVL) beenden die Saison ohne Play-offs. Auch die Dritten Ligen sowie die Regionalligen, die vom Deutschen Volleyball-Verband (DVV) geführt werden, haben die Saison abgebrochen. Für diese Klassen gilt: Erstplatzierte einer Liga steigen auf. Mannschaften, die rein rechnerisch den Aufstieg noch hätten schaffen können, sollen die Chance erhalten, ebenfalls in der nächsthöheren Liga anzutreten.

Ähnliches gilt für den Abstieg: Teams, die rechnerisch die Abstiegsplätze noch hätten verlassen können, verbleiben in ihren Spielklassen. Adolph: „Sicherlich ist das eine faire Alternative, die voraussichtlich auch für die unteren Ligen in der Hoheit des Westdeutschen Volleyball-Verbands Anwendung finden könnte.“

Das Problem dabei: Im Gegensatz zu wenigen Ligen im Bereich des DVV hat der westdeutsche Verband weitaus mehr Spielklassen und Tabellen zu bearbeiten – was viel Zeit in Anspruch nimmt. Ein Vorschlag sei aber bereits erarbeitet, berichtet Adolph. In der kommenden Woche könnte das Präsidium des WVV entscheiden, spätestens Anfang April sollten die Klubs Klarheit haben.

Absagewelle im Juniorenbereich

Im Jugendspielbetrieb wurden alle nationalen Meisterschaften von der Deutschen Volleyball-Jugend (DVJ) abgesagt. Bedauerlich für acht Mannschaften aus NRW, die sich bereits durch ihre Platzierung bei den Westdeutschen Meisterschaften qualifiziert hatten.

Insgesamt acht Westdeutsche Jugendmeisterschaften wurden abgesagt, die voraussichtlich auch nicht mehr nachgeholt werden. Leider, so Jürgen Adolph: „Dadurch fällt für fast 100 qualifizierte Teams der Saisonhöhepunkt aus.“ Unter anderem betroffen ist eine Meisterschaft im Volleyballkreis Vest: Dem GV Waltrop war die Ausrichtung der weiblichen U14 übertragen worden.

Offen ist aktuell der Termin zum Start der diesjährigen Beachvolleyball-Saison bundesweit. Die

ersten großen Turniere wurden bereits abgesagt

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