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Umkämpftes Kreisderby: Hertens Ricarda Puls und die Gladbeckerin Maren Maßnahmen im Duell am Netz.

Volleyball

TuS Herten feiert 3:1-Erfolg im Derby

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HERTEN - Einfach mal kurz und humorlos 3:0 gewinnen? Das ist offenbar nichts für die Regionalliga-Volleyballerinnen des TuS Herten. Zwei Stunden ackerte der Tabellenvierte im Kreisderby gegen den TV Gladbeck, ehe der 3:1-Erfolg feststand. Die Sätze: 25:21, 23:25, 25:18 und 26:24.

TuS-Trainer Marvin Hansmann, der vorher in diversen Auszeiten angespannt auf sein Team eingeredet hatte, pustete nach dem Matchball tief durch. „Wir haben nicht so ins Spiel gefunden, wie wir uns das vorgestellt haben“, gab der Coach hinterher zu Protokoll. „Um so schöner, dass wir uns in einer Phase befinden, auch mal ein Spiel mit einer nicht so überzeugenden Leistung nach Hause zu bringen.“

Kämpferisch war dem TuS am Samstagabend nichts vorzuwerfen. Vor knapp 300 Volleyball-Fans aus Herten und Gladbeck, die in der Knappenhalle für mächtig Lärm sorgten, hauten sich beide Teams voll rein. Spielerisch lieferte die Mannschaft von Trainer Marvin Hansmann dabei aber eine Berg- und Talfahrt ab.

Im ersten (25:21) und dritten Satz (25:18) setzte sich der TuS mehr oder weniger sicher durch. Im zweiten (23:25) verloren die Gastgeberinnen zeitweise den Faden. Vor allem die forschen Gladbecker Aufschläge machten den Herterinnen zu schaffen. „Wenn die Annahme nicht steht, dann wird’s eben schwierig“, so Trainer Hansmann.

Wie auch im vierten Durchgang, in dem der TuS ständig hinterherlief. Bei 21:24 sprach im Derby alles für einen fünften Satz. Dann aber startete Ricarda Puls eine starke Serie von Aufschlägen, und Sandra Kowallek verwertete am Netz zwei Zuspiele. Den dritten Gladbecker Satzball wehrte Nadine Waterhoff mit einem krachenden Schmetterball ab: 25:24 - das Ergebnis war gedreht.

Das Match beendeten die Gäste dann selbst: Bei einem an sich harmlosen Hertener Ball waren sich Ellen Plonowski und Libera Rocio Rietz uneins, wer sich denn nun um das Spielgerät kümmern sollte - und ließen es ins Gladbecker Feld plumpsen. So ergeht es Mannschaften, die im Tabellenkeller stehen: Erst fehlt das Glück, dann kommt das Pech dazu.

Die Hertener Fans juckte es wenig, sie stimmten - wie schon im Herbst in der Gladbecker Artur-Schirrmacher-Halle - ihr „Derbysieger, Derbysieger“ an. TuS-Trainer Marvin Hansmann, der sich innerlich schon auf den Tiebreak eingestellt hatte, fühlte dagegen mit den Gästen: „Das Ende war schon sehr glücklich für uns. Eigentlich gehörte der vierte Satz doch schon dem TV Gladbeck.“

TuS Herten: Spiekermann, Janssen, Kowallek, Weishaupt, Harrmann, Puls, Pospiech, Kehm, Lacman, Zaika, Waterhoff, Bleichrot

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