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Nach der Saison ist Schluss: Nadine Waterhoff gehört zu den Spielerinnen, die den Aufstieg des TuS Herten miterlebt und die Mannschaft geprägt haben. Das Derby gegen Gladbeck ist für sie noch einmal ein Highlight.

Volleyball - Regionalliga NRW

TuS Herten: Munterer Schlagabtausch garantiert

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HERTEN - Nach dem Revierderby ist vor dem Revierderby: Der TuS Herten freut sich aufs Duell mit dem TV Gladbeck. Vor allem für Nadine Waterhoff ist es am Samstag (18 Uhr, Knappenhalle) eine ganz besondere Begegnung.

Am letzten Samstag gratulierte der TuS dem TV Hörde (1:3). Diesen Samstag sollen die Punkte in der Knappenhalle bleiben. „Auf dem Papier sind wir vielleicht Favorit“, sagt Nadine Waterhoff und warnt gleichzeitig: „Aber Gladbeck muss gegen uns gewinnen, die werden alles reinhauen.“ Womit ein munterer Schlagabtausch garantiert sein dürfte.

Die 36-Jährige ist Protagonistin des Spiels in zweifacher Hinsicht: Einige Jahre spielte die 1,74 Meter große Außenangreiferin für den TV Gladbeck, damals noch in der Regionalliga. Seit nunmehr fast fünf Jahren ist sie eins der Gesichter des TuS Herten.

Nadine Waterhoff gehört zu den Spielerinnen, die den Verein aus der Landes- bis in die Regionalliga begleitet haben. Als Prokuristin einer Agentur für Onlinemarketing kümmert sie sich beruflich um Neue Medien, dort ist der TuS – auch dank Waterhoffs Know-how – seit Jahren ebenfalls durchaus stark präsent.

Präsenz hat sie auch im Team des TuS, doch der Abschied kündet sich an: „Es wird meine letzte Saison sein“, sagt Nadine Waterhoff. Die Gründe für ihren lange angekündigten Abschied liegen auf der Hand: „Es ist eine Zeit- und eine Altersfrage.“

Der Beruf, in dem sie große Verantwortung trägt, fordere sie mehr denn je. „Training und Spiel führen dann immer zu total langen Tagen“, so Nadine Waterhoff. „Dazu kommt, dass man das in meinem Alter auch nicht mehr so verpackt.“ 37 Jahre wird Nadine Waterhoff demnächst. Sie findet, es ist an der Zeit kürzerzutreten.

Für Nadine Waterhoff ist am Saisonende Schluss

Ans letzte Saisonspiel, das am 13. April in der Knappenhalle ausgetragen wird, wagt sie noch nicht zu denken. Sie ahnt: „Das wird sicher tränenreich.“ Ebenfalls ihren Rücktritt verkündet hat Jana Breitkopf (wir berichteten), die Libera wurde im Mannschaftskreis bereits verabschiedet. „Sie mag die große Bühne nicht so“, sagt ihre Freundin Nadine Waterhoff.

Breitkopf hatte sie im Jahr 2015 zum TuS geholt, der damals „nur“ in der Landesliga spielte. „Sie hat gesagt, rede mal mit Ferdi Stebner, unserem Trainer. Das habe ich gemacht und war eigentlich sofort überzeugt.“ Der Rest ist Erfolgsgeschichte.

Das Ziel für diesen Samstag ist klar definiert: Der TuS will an die engagierte Leistung der Partie gegen Hörde anknüpfen. „Wir wollen den Zuschauern wieder ein leidenschaftliches Spiel bieten“, verspricht sie.

Während der langjährige Platzhirsch im Kreis, Ex-Zweitligist TV Gladbeck, als Tabellenneunter in die Oberliga durchgereicht zu werden droht, schaut man in der Knappenhalle wieder nach vorne. „Die Plätze eins bis drei sind zwar vergeben“, sagt Nadine Waterhoff. „Aber wir haben eine gute Chance auf Platz vier.“ Und damit dürfe man zufrieden sein.

TuS Herten - TV Gladbeck; Sa., 18 Uhr – Knappenhalle. Paschenbergstraße 97, 45699 Herten.

Das Derby gegen Gladbeck ist für Nadine Waterhoff noch einmal ein sportlicher Höhepunkt: „Schon im Hinspiel war die Stimmung mega“, sagt sie. Sie ahnt: Die dürfte sie demnächst vermissen. Den Abschied wird ihr das kaum erleichtern.

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