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Auch in der Niederlage war sie beim TuS Herten die Spielerin des Spiels: Libera Nadja Bleichrot holte etliche Bälle und war dazu Antreiberin ihres Teams.

Volleyball - Regionalliga NRW

Trotz 1:3 - TuS Herten mit starkem Auftritt

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HERTEN - Kampf und Leidenschaft reichten an diesem Abend nicht aus, um Spitzenreiter TV Hörde wirklich gefährlich zu werden. Aber anders als im Hinspiel n Dortmund waren die Volleyballerinnen des TuS Herten diesmal keine Sparringspartner:

Trotz der 1:3-Niederlage (25:27, 21:25, 25:12, 15:25) verließen sie erhobenen Hauptes die Knappenhalle. „Schade, dass wir die Leistung nicht gegen andere Mannschaften haben zeigen können“, fand Nadja Bleichrot am Ende eines hochklassigen, mit etlichen langen und spektakulären Ballwechseln garnierten Regionalliga-Spiels selbstkritische Töne.

Die Libera war die auffälligste Spielerin ihres Teams, warf sich in jeden Ball, antizipierte viele Spielzüge – und musste amEnde doch eingestehen: „Hörde hat halt Qualität, die stehen nicht zu Unrecht ganz oben. Schade war‘s trotzdem, einen Punkt hätten wir gerne geholt.“

Und der schien gar nicht mal in allzu weiter Ferne. Die Begegnung begann zwar wie erwartet: Hörde machte Druck und setzte vor allem immer wieder seine beiden überragenden Außenangreiferinnen Svenja Müller und Samanta Gega in Szene. Ein Spaziergang sollte der Ausflug in die Knappenhalle für den Tabellenführer aber nicht werden.

„Man hat gesehen, wozu wir in der Lage sind“, sagte Hertens Trainer Marvin Hansmann nach dem Spiel. Auch er war weniger geknickt ob der Niederlage, sondern stolz, es dem TVH so schwer gemacht zu haben.

Satz eins ging erst in der Verlängerung an die Gäste. Herten war zwar stets einem Rückstand hinterher gelaufen, blieb aber auf Sichtweite. Nach 23:24 und 25:25 keimte Hoffnung auf den Satzgewinn auf, den Hörde aber humorlos in Person von Svenja Müller zunichte machte.

Das Imperium schlägt zurück

Satz zwei verschliefen die Hertenerinnen, die frühzeitig klar hinten lagen (5:11, 13:19) und nie mehr den Anschluss fanden. Der dritte Durchgang dafür war ein wahres Feuerwerk aus Hertener Sicht. 9:3, 11:5, 19:9 hießen die Stationen, Hörde wurde durch die schiere Angriffswucht des TuS vor unlösbare Probleme gestellt. Das 25:12, mit dem der TuS den Satz holte, war eine Kampfansage von einer Schärfe, wie man sie nur mit breiter Brust macht.

Jedoch: Das Imperium schlug auch diesmal zurück. Hörde sammelte sich kurz, um in Satz vier über ein 4:4 auf 5:12 davon zu ziehen. Wieder waren es dieselben Protagonistinnen wie in den Sätzen eins und zwei, die die Akzente setzten, aber das hatte Marvin Hansmann voraus gesehen: „Mit ihrer individuellen Qualität können sie Spiele entscheiden“, hatte er schon im Ausblick auf das Spiel die Schlüsselpositionen beim TVH ausgemacht.

Dass der TuS, der wie befürchtet auf die verletzte Kapitänin Maike Weishaupt verzichten musste, nichts mehr zuzusetzen hatte, hatte Hansmann kommen sehen: „Hörde ist auf allen Positionen stark besetzt, wir haben vier mega intensive Sätze gespielt, das war anstrengend und kostete viel Kraft.“

Schlussendlich war es dann der Volleyball-Fachmann, dessen Herz an diesem Abend erwärmt worden war, nicht der Trainer, der sprach: „Das war heute gute Werbung für den Volleyballsport.“

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