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Die GV-Basketballer mussten in Recklinghausen eine bittere Pille schlucken.

Basketball, 2. Regionalliga

GV verliert Vest-Derby mit 73:74

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WALTROP - Fassungslos stehen die Spieler des GV Waltrop am Samstagabend um 18.34 Uhr auf dem Feld der Alfons-Schütt-Arena in Recklinghausen. Sie schlagen die Hände über den Köpfen zusammen. Eine halbe Sekunde hat gefehlt, um das Derby bei Citybasket Recklinghausen II zu gewinnen.

Es geht um die letzte Szene des Spiels: Patrick Abraham ist es, bei dem der Ball landet. Waltrop liegt mit einem Punkt hinten (73:74). Mit einem Korbleger hätte er den Siegpunkt für den GV gelandet. Doch die Schlusssirene ertönt erbarmungslos durch diese topmoderne Sporthalle – bevor der Ball die Hand des Kapitäns verlassen hat. Dejan Petrov scheint den Tränen nahe zu sein. „Das war mein Fehler, ich wollte es so“, sagt der GV-Trainer. Er meint damit die Taktik, die er 24 Sekunden zuvor ausgegeben hat. Er gibt zu, dass eine andere Marschroute besser gewesen wäre. Dass sein Team den in Führung liegenden Gegner, der es natürlich langsam angehen lässt, foult. Denn wer weiß, ob der Citybasket-Spieler getroffen hätte. Und mit einem Ballgewinn hätten die Waltroper noch einen Bigpoint landen können. „Ich hatte mich dagegen entschieden, weil mir der Gegner von der Linie davor zu sicher getroffen hatte“, erklärt Petrov seine Idee.

Auf Augenhöhe

Bis zu dieser dramatischen Schlussphase ist es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Recklinghäuser gewinnen die ersten beiden Viertel mit 19:17 und 19:16. Die Gäste aus Waltrop erwischen einen nervösen Auftakt, werden dann aber immer sicherer. So gewinnen sie den dritten Durchgang mit 19:15. Einen guten Einstand feiert Felix Spieker, der einige starke Aktionen hat und am Ende auf acht Punkte kommt. Gemeinsam mit Rückkehrer Fabian Salin wird deutlich, dass Petrovs Plan aufgeht: Er hat nun weitere personellen Alternativen. Zwischenzeitlich stehen mit Thomas Pfahl, Stefan Fürst, Felix Spieker und Christoph Schmüdderich vier „Lange“ auf dem Feld. Dann wiederum kann der Coach seinen Leistungsträgern auch mal eine Pause zum Durchpusten geben. Am Ende des dritten Viertels ist für Spieker allerdings Schluss, er kassiert sein fünftes Foul. Zu diesem Zeitpunkt steht Tolga Günsal schon unter der Dusche. Der Grund: Nach einem technischem und einem unsportlichen Foul hat auch er frühzeitig Feierabend.

Mitleid vom Gegner

Citybaskets Trainer Mirco Bregulla hat nach dem Spiel fast Mitleid mit dem Gegner. „Das war heute ein Unentschieden, das wir gewonnen haben“, sagt der Coach. Er drückt den Waltropern die Daumen, dass sie den Klassenerhalt schaffen. „Sie sind deutlich besser, als es der Tabellenstand aussagt. Die Jungs sind super, die sollen ja drin bleiben“, sagt Bregulla und spricht von einer bitteren Pille für Waltrop. Worte, die Petrov und sein Team an diesem Abend nicht trösten können. „Wir werden Dienstag und Freitag weiter trainieren und alles daran setzen, gegen Hagen am Samstag zu gewinnen“, so der Coach. Somit steht fest: Waltrop bleibt mit bislang nur einem gewonnen Saisonspiel Vorletzter. Das gewonnene Spiel gegen Bielefeld wird bis zum 3. März wiederholt, weil der Gegner Protest eingelegt hatte, dem stattgegeben wurde.

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