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Zum Teil haben sich die Fußballerinnen des SV Titania Erkenschwick schon in Deutschland-Trikots geworfen.

Frauenfrußball

WM versetzt nicht alle Fußballerinnen in Ekstase

Am Freitagabend um 21 Uhr stößt Gastgeber Frankreich an, um die Weltmeisterschaft gegen Südkorea zu eröffnen. Wussten Sie das nicht? Dann liegt es vermutlich daran, dass es nicht die Weltmeisterschaft der Herren sind. Die Damen-WM steht auch heute noch deutlich im Schatten der großen Stars, dabei zählt das deutsche Team auch in diesem Jahr zu den großen Favoriten.

Johannes Brune-Gringmuth, Trainer der Damen des SV Titania Erkenschwick, empfindet diese Tatsache als „extrem schade“ (O-Ton Brune-Gringmuth). „Ich jedenfalls werde versuchen, so viele Spiele zu gucken, wie es zeitlich passt. Dass eine solch große Veranstaltung auch weiterhin als niederwertig betrachtet wird, ist schon sehr traurig“, so der Übungsleiter, für welchen dieses Turnier die erste internationale Großveranstaltung ist, nachdem er Trainer einer Frauenmannschaft wurde. „Das hat das Interesse natürlich nochmal gesteigert“, gab er zu.

Auch sein Trainerkollege Carsten Faßbender von den Kreisliga-Damen von SW Meckinghoven pflichtet ihm bei. „Ich erachte die Damen-WM als äußerst interessant. Im spielerischen und taktischen Bereich ist sie definitiv auf einem hohen Niveau. Ich werde definitiv versuchen, nicht nur die deutschen Spiele zu schauen, sondern auch anderen Begegnungen meine Aufmerksamkeit zu schenken“, so Faßbender.

Beide Coaches sind sich zudem einig, dass das Auftreten der Nationalmannschaft in Frankreich besser sein wird, als das der Herren in Russland. „Ich habe mich ein bisschen eingelesen und denke, dass unsere Chancen nicht ganz so schlecht stehen“, so JBG. Faßbender gibt sogar noch eine genauere Prognose ab. „Das Viertelfinale ist definitiv drin. Alles danach hat natürlich auch viel mit der Tagesform zutun.“

Doch nicht alle hat das WM-Fieber, welches bei den Herren ganze Länder in Ekstase versetzt, gepackt. Luisa Rotondaro, Spielerin der Titania-Damen gibt zu, dass sie sich die Spiele zwar anschauen wird, dies jedoch eher der Tatsache geschuldet ist, dass sie generell ziemlich sportbegeistert ist und sich viel Sport im Fernsehen ansieht. „Der Hype ist bei mir gar nicht da“, gab sie zu.

Fenja Oberhag, ebenfalls Spielerin bei den Titanen setzt sogar noch einen drauf. „Wenn überhaupt, gucke ich nur die Spiele unserer Nationalmannschaft. Mehr aber auch nicht.“ Einen Grund für diese Einstellung liefert sie auch gleich mit. „Die Qualität in der Breite ist einfach nicht so hoch wie bei den Männern. Spiele schwächerer Nationen sind dann einfach nicht so schön anzugucken, deshalb werde ich vielleicht wieder zu den Halbfinals einschalten, wenn mehr Qualität geboten wird.“

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