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Der persönliche Kontakt zu seinen Spielern (hier Luca Gennermann, re.) fehlt Teutonen-Trainer Tim Braun in der aktuellen Zeit besonders.

Fußball

„Das macht für uns keinen Sinn“: Teutonia SuS Waltrop bleibt im Wartestand

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Die Auflagen für die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs sind nach Ansicht der Waltroper Teutonen nur sehr schwer einzuhalten.

  • Teutonia SuS Waltrop sind die Corona-Auflagen zu umfangreich
  • Bezirksligist will mit Wiederaufnahme des Trainings deshalb warten
  • Trainer Braun hofft auf einen Start "Anfang, Mitte Juli"

"Wir müssten zum Beispiel einen Hygiene-Beauftragten stellen. Oder die Bälle desinfizieren. Dieser – auch finanzielle – Aufwand wäre zu hoch. Das macht unserer Ansicht nach keinen Sinn“, sagt Tim Braun, Trainer des Bezirksliga-Neulings Teutonia SuS Waltrop.

Orientieren müssen sich die Vereine am Leitfaden "Zurück auf den Platz“, den der Deutsche Fußball-Bund ausgegeben hat. Nach Ansicht des Teutonen-Vorstandes seien diese Auflagen zur Durchführung eines Trainingsbetriebes nicht erfüllbar. Daher werden bis Juni weder Jugend-, noch Herren- oder Altherrenteams am Sportzentrum Nord trainieren.

Spieler halten sich individuell fit

Das letzte Spiel trugen die Teutonen am 8. März aus. „Zunächst blieben wir alle in Kontakt. Die Jungs sollten sich individuell fit halten, wir wussten ja nicht, ob und wann es weitergehen würde“, so Braun.

Seitdem der Saisonabbruch zu 99,9 Prozent feststehe, sei der Kontakt zu allen Spielern nicht mehr so intensiv. „Na klar schreiben wir in unserer Whats-App-Gruppe. Aber das persönliche Treffen auf dem Platz, bei dem ich dem Spieler Vis-à-vis stehe, fehlt mir sehr“, sagt Braun.

Vergangenen Freitag tagte der Mannschaftsrat per Internet. Die Saison wurde analysiert, in der die Teutonen als Aufsteiger in die Bezirksliga zwar stets über dem Strich standen, jedoch sportlich nur selten überzeugten. Dennoch ist der Klassenverbleib sicher.

Braun vermisst den persönlichen Kontakt

Bleibt die Frage, ob diese Zwangspause den Waltropern vielleicht sogar gelegen kam? „Das ist eine sehr gute Frage. Aus sportlicher Sicht war es sicherlich gut, dass wir alle durchpusten konnten. Aber noch einmal: Der persönliche Kontakt untereinander bleibt auf der Strecke. Zumal die mentale Stärke, die uns in der Aufstiegssaison ausgemacht hatte, zuletzt oft fehlte“, beklagt Braun.

Hätte er einen Wunsch für den Wiedereinstieg frei, sähe dieser so aus: „Da ja angedacht ist, den Beginn der Saison um zwei Wochen auf Anfang September zu verschieben, würde ich gerne Anfang, Mitte Juli mit der normalen Vorbereitung beginnen können.“ Mit dann hoffentlich gelockerten Auflagen.

Beim

SSC Recklinghausen

wagt man

den vorsichtigen Wiedereinstieg ins Training

.

Auch bei BWW Langenbochum rollt der Ball - wenn auch "nur" bei den Junioren.

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