Fußball

Waltroper Derby in der "B4"

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WALTROP - Oberwiese-Trainer Hans-Bernd Westhoff kann sich noch gut an das Ende der Saison 1983/84 erinnern: Damals schloss der VfB Waltrop als Vierter die Spielzeit in der Amateur-Oberliga ab. „Das war damals eine Liga unterhalb der Zweiten Bundesliga“, erinnert sich Westhoff.

Damals sei es für ihn unvorstellbar gewesen, dass die ersten Mannschaften der „Blauen“ und „seiner“ Oberwieser jemals in einem Meisterschaftsspiel aufeinander treffen würden. Am Sonntag ist es so weit: Das Lokalderby in der Kreisliga B4 steigt am Sportzentrum Nord um 13 Uhr.

Seit 1990 im DFB

Die Oberwieser Fußball gründeten sich 1976 und werden beim Deutschen Fußballbund erst seit 1990 geführt. „Wir freuen uns auf dieses Derby“, kündigte Westhoff am Freitag an. „Jedoch geht es da um den Namen des Gegners. Denn wir kennen ja weder den Trainer noch den Großteil der Mannschaft“, erläutert Westhoff. Das Spiel beider Teams bei der Stadtmeisterschaft hatten die VfBer aus Personalmangel abgesagt. Deshalb gab es zwischen VfB und Oberwiese noch keinen direkten Vergleich. „Das ist nicht schlimm, wir konzentrieren uns auf uns“, kündigte Westhoff an. Personelle Probleme hat der Coach nicht: „Es ist Derbyzeit – da wollen alle dabei sein.“

"Nicht unterschätzen"

VfB-Trainer Milan Mikuljanac hat die Oberwieser bei deren Spielen während der Stadtmeisterschaften beobachtet. „Die sind nicht so schlecht, die dürfen wir nicht unterschätzen.“ Seine Mannschaft fuhr vergangenen Sonntag den ersehnten zweiten Saisonsieg ein. Der Coach hofft derweil, dass seine Elf die guten Ansätze auch am Sonntag im Sportzentrum Nord zeigen wird. „Mir hat vor allem die stabilere Defensive gegen Bossendorf gut gefallen“, so Mikuljanac, der insbesondere die Innenverteidigung mit Can Kaya und Marius Hoffmann lobte. Sie sollen auch im Derby die Regie in der Abwehr führen, wenngleich Mikuljanac ankündigt, dass er auf „drei, vier Positionen“ die Mannschaft im Vergleich zur Vorwoche verändern wird. Wie er die Perspektive für sein Team sieht? „In einem Derby gewinnt nicht unbedingt immer die bessere Mannschaft. Sondern die, die mehr will und mehr investiert. Ich denke, dass es eine Frage der Tagesform sein wird.“ Besonders heiß wird er seine Jungs auf dieses Duell nicht machen. „Ich bereite sie vor wie auf jedes andere Spiel auch. Zudem denke ich, dass bis auf Horneburg und Rot-Weiß Erkenschwick in dieser Liga jeder jeden schlagen kann.“

Teutonia SuS II - FC 26 Erkenschwick, So., 13 Uhr, SpoNo

Mit der Leistung zu Beginn der Saison in der Kreisliga B4 war Yücel Özdemir, Trainer der zweiten Teutonenmannschaft, definitiv nicht zufrieden. Auch er reibt sich verwundert die Augen, wenn er sieht, dass sein Team als Zwölfter aktuell ein Torverhältnis von 14:14 zu hat. „Das sind viel zu viele Gegentore“, kritisiert der Coach vor dem Heimspiel gegen den FC 26 Erkenschwick am Sonntag um 13 Uhr.

Vier Punkte aus zwei Spielen

Nach drei Niederlagen zum Auftakt holte die Mannschaft danach vier Punkte in zwei Spielen. „Darauf wollen wir jetzt aufbauen“, kündigt Özdemir an, der sich auch am Freitag noch über die beiden dummen Gegentore vergangene Woche ärgerte. „Wir haben es dem Gegner durch individuelle Fehler verdammt leicht gemacht. Das muss sich ändern. Ich erwarte einen klaren Ball und kein so arrogantes Auftreten“, formuliert Özdemir seine Forderung an seine Mannschaft unmissverständlich.

"Müssen kompromisslos sein"

Den Gegner sieht der Waltroper Trainer dort, wo er derzeit in der Tabelle steht: auf Tabellenplatz vier. „Wir müssen defensiv gut stehen und kompromisslos nach vorne spielen. Dann ist für uns was möglich.“ Auf die Stürmerqualitäten seines Sohnes Denis wird die Mannschaft verzichten müssen, da er angeschlagen ist. „Dann müssen eben andere Spieler einspringen. Der Ausfall darf keine Ausrede sein“, so Özdemir.

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