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Gaben im Juli das „Feld der Träume“ frei: (v.li.) Ilker Günsal auf den Schultern von Stefan Fürst, Isolde und Rudolf Schumacher sowie Benjamin Bode.

Jahresrückblick

Wie aus einer Bierlaune Handfestes wurde

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WALTROP - Der Liga-Sport ist ein schnelllebiges Geschäft. Teams feiern Aufstiege, verpassen den Klassenverbleib oder stagnieren. Etwas Bleibendes wurde 2018 geschaffen – mit dem schönen Namen „Feld der Träume“.

Aus einer Bierlaune heraus entstand dieses Feld. Die Basketballer Ilker Günsal, Stefan Fürst und Benjamin Bode träumten von einem Platz am Sportzentrum Nord, auf dem Sportler – ganz gleich welcher Leistungsstärke, welcher Hautfarbe, welchen Alters – dort jederzeit zocken können. Das Trio erhielt Unterstützung von ihrem Verein, dem GV Waltrop. Und es trat eine Lawine los: Denn unzählige Menschen, die von dieser Idee begeistert waren, unterstützten das Objekt. Da auch Firmen und eine Stiftung sich großzügig beteiligten, konnte tatsächlich noch vor den Sommerferien die Eröffnung gefeiert werden. Dort, wo ein gutes halbes Jahr zuvor noch Gras wuchs. Und was in diesem wunderbaren Sommer besonders schön zu beobachten war: Das Feld wurde im Alltag begeistert angenommen – ein Traum wurde wahr.

WM-Silber für Kampmann

Medaillen sind auch eine bleibende Erinnerung. Eine besondere gewann Ruderin Franziska Kampmann im September. Als 21-Jährige, die auch 2019 noch im U23-Bereich startberechtigt ist, gewann sie mit dem deutschen Doppelvierer das Weltcupfinale – und Silber bei den Weltmeisterschaften. Ein grandioser Erfolg, mit dem die Hochleistungssportlerin zu Beginn des Jahres nie im Leben gerechnet hatte.

Horrorjahr

Für Freunde des Waltroper Senioren-Fußballs war es ein Horrorjahr: Denn die beiden bis dato höchstklassigen Teams stiegen ab. Keine Mannschaft vertritt den Ort mehr auf Bezirksebene. Ein Trost für die Teutonen: Sie erleben den Jahreswechsel als Herbstmeister in der Kreisliga A2. Wer weiß, wofür der Abstieg gut war. Denn nach drei wenig erfolgreichen Jahren herrscht ein spürbarer Aufschwung am Sportzentrum Nord. Von den guten alten Zeiten haben sich die VfBer längst verabschiedet. Das Saisonende 2017/18 war unerfreulich: Erst wurde das Liga-Spiel gegen die DJK Germania Lenkerbeck abgebrochen. Eine Woche später trafen beide Teams in einem Platzierungsspiel erneut aufeinander. Der VfB verlor 0:1, der Abstieg in die Kreisliga B war besiegelt.

"Fußball-Wunder"

Apropos VfB Waltrop: Die Jugendabteilung schaffte wieder ein „Fußball-Wunder“. Erneut gewannen alle drei Mannschaften (U19, U17, U15) das Kreispokalfinale. Mit Aufstiegen zweier Teams (U17, U15) in die Westfalenliga hat sich der Verein längst im höherklassigen Nachwuchsfußball etabliert. Dass Jiu-Jitsu-Kämpferin Brianna Beißner trotz ihrer verletzungsbedingten, langen Pause in der neuen Altersklasse U21 bei der EM Silber holte, haute Vereinskollegen, Freunde und die Familie ebenso vom Hocker wie auch die bronzene U19-WM-Medaille von Ruderer Sören Henkel. 2018 gab es unzählige weitere Höhepunkte im Waltroper Sport. Es waren aber nicht nur die hochdekorierten Triumphe, die bejubelt wurden, sondern es wurden auch die kleinen Erfolge genossen. Wenn zum Beispiel ein Hobbyläufer eine größere Runde drehte als am Morgen davor…

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