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Schiedsrichter Alim Kiren zeigt in dieser Szene Nedim Caliskan (Horneburg, 2.v.re) und dem Waltroper Dalibor Mikuljanac die Rote Karte.

Kreisliga B 4

Angebliche Schläge, drei Rote Karten und Spielabbruch

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WALTROP - Chaos pur! Im Derby zwischen dem VfB Waltrop und dem SV Horneburg lief schon die Nachspielzeit. Gerade hatte Sven Moll die Gäste mit 3:2 in Führung gebracht. Doch statt die Partie fortzusetzen, brach Schiedsrichter Alim Kiren (Recklinghausen) die Partie ab.

Zunächst herrschte bei beiden Teams Ratlosigkeit. Niemand wusste so genau, warum Kiren die Partie abgebrochen hatte. Für Aufklärung sorgte später Klaus Overwien, Staffelleiter der Bezirksliga 9. "Der Schiedsrichter fühlte sich von einer Person, die er den Horneburgern zugeordnet hatte, beleidigt", sagte Overwien, der den Unparteiischen in der Kabine aufgesucht hatte.

Nachspiel vor dem Sportgericht

"Der Schiedsrichter wird einen Sonderbericht fertigen. Dann wird sich das Kreis-Sportgericht mit der Partie beschäftigen. Der Ausgang des Verfahrens ist offen", berichtete Overwien über den weiteren Verfahrensweg.

Zum Zeitpunkt des Abbruchs war von einem normalen Fußballspiel schon kaum noch die Rede. Gut 75 Minuten war es ein Derby mit Haken und Ösen, aber alles im Rahmen des Erlaubten. Dann eskalierte die Situation. Dalibor Mikuljanac und Ali Caliskan waren in einen Zweikampf verwickelt und Caliskan stöhnte vor Schmerzen. Bruder Nedim stürmte aus dem Kasten und Vater Ahmet rannte die Laufbahn entlang. Dann soll Ahmet Caliskan Waltrops Trainer Milan Mikuljanac geschlagen haben - so die Waltroper Version. Die Horneburger rechtfertigen den Schlag ihres Co-Trainers damit, dass Mikuljanac zuerst geschlagen habe.

Tumulte auf und neben dem Feld

Dies wiederum war der Auslöser für verbale Entgleisungen auf beiden Seiten und auch Handgreiflichkeiten. Nach knapp zehn Minuten beruhigte sich die Situation wieder. Der Schiedsrichter beorderte Nedim Caliskan (Horneburg) und Dalibor Mikuljanac zu sich und zeigte beiden die Rote Karte. Wieder vergingen einige Minuten der Diskussion, ehe dann der Unparteiische auch noch Ibrahim Hyseni die Rote Karte unter die Nase hielt. Dann ging es endlich wieder weiter.

Fußball wurde auch gespielt

Bis dahin wurde auch Fußball gespielt und aus Sicht des VfB sogar recht erfolgreich. Joel Lehmann, einer der stärksten an diesem Tage, hatte den VfB in Führung gebracht (8.). Ein umstrittener Handelfmeter bescherte den Gästen den 1:1-Ausgleich durch Ali Caliskan (66.). Doch nur drei Minuten später hatte Ibrahim Hyseni die erneute Führung erzielt (69.).

In der 88. Minute traf Dennis Moll zum 2:2-Ausgleich und wenig später traf Sven Moll zum 3:2 für die Gäste (90.+3). Zu diesem Zeitpunkt waren noch sechs Minuten Nachspielzeit offen, die aber dann nicht gespielt wurden, weil zuvor der Abbruch erfolgte.

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