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Waltrops Daniel Del Puerto Schillo (li.) wird hier von seinem Gegenspieler gebremst.

Kreisliga A2

Gennermann trifft in der 95. Minute zum 1:1

WALTROP - Riesengroß war der Jubel bei Westfalia Vinnum um Mittelfeldspieler Yusuf Demir Mitte der Halbzeit bei der Führung, Wut herrschte bei dem Abpfiff. Denn in doppelter Unterzahl hatte Teutonia SuS Waltrop in der Nachspielzeit doch noch das 1:1 erzielt.

Das vorgezogene Topspiel der Fußball-Kreisliga A2 endete Unentschieden. „Verkauft!“, schrie Stürmer Fatih Cengiz mehrfach. Er regte sich riesig über die lange Nachspielzeit auf, die Aushilfstrainer Patrick Roser so kommentierte: „Es waren viele Unterbrechungen drin. Das muss man jetzt so hinnehmen. Wenn man sich die 90 Minuten anguckt, ist das 1:1 verdient. Erste Halbzeit war Waltrop klar besser, zweite Halbzeit wir.“

Verdiente Führung

Demirs Freistoß aus knapp 22 Metern hatte zuvor gepasst. Waltrops Schlussmann Philip Wölki stand bei dem strammen Schuss alles andere als gut. Die Führung war verdient. Denn Vinnum hatte sich vor allem in Halbzeit zwei richtig gefangen. Waltrops beste Torchance resultierte aus einem Torwartfehler. Der eingewechselte Titan Berg schoss, Lukas Witthoff im Vinnumer Tor fälschte ab und machte den Schuss so erst richtig gefährlich, rettete den Ball aber noch vor der Linie. Das Tor gab den Gastgebern richtig Selbstvertrauen.

Gelb-Rot für Banna

Sven Görlich schoss zweimal aus dem Strafraum. Diesmal stand Wölki aber ganz sicher auf seinem Posten. Nachdem schon Maurice Krüger verletzt ausgefallen war und Waltrop schon das Wechselkontingent ausgeschöpft hatte, sah Kevin Banna durch ein dummes Foul auch noch Gelb-Rot. Aber die Gäste bewiesen Moral. Einen Freistoß stocherte Luca Gennermann irgendwie über die Linie. „Ein später und verdienter Punkt. In der zweiten Halbzeit haben wir die Ordnung aber verloren. Man ist immer zufrieden, wenn man in der 90. das 1:1 macht“, sagte Waltrops Coach Tim Braun.

Unter Druck

Waltrop hatte Vinnum in der ersten Halbzeit kräftig unter Druck gesetzt. Die Gäste pressten ganz hoch gegen den Ball und provozierten so zahlreiche Abspielfehler im strömenden Regen. Es gab Phasen, da spielte Vinnum dadurch völlig kopflos hinten raus. Weder die langen Bälle kamen an – aber auch die Pässe waren umständlich gespielt. Waltrop bekam so oft schon 20 Meter vor dem Strafraum wieder Kontrolle über die Kugel. Die dickste Chance hatte aber Vinnum: Christian Voßschmidt traf völlig frei nur das Außennetz (32.) Zuvor musste Wölki mit einer Faust gegen Fatih Cengiz‘ Fernschuss auf Kosten einer Ecke klären (22.). Waltrop traf durch Toias Hopp das Lattenkreuz (36.) – eine etwas verunglückte Flanke. Bei der anschließenden Ecke war Gennermann von seinen Freiheiten im Strafraum wohl überrascht und scheiterte. Waltrop musste sich den Vorwurf gefallen lassen, sich zu wenige Torchancen herausgespielt zu haben – und die nicht genutzt zu haben.

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