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Adrian Prizibilak (schwarze Jacke) gratulierte nach dem Abpfiff Teutonen-Trainer Tim Braun zum Sieg im Spitzenspiel.

Kreisliga A2

Teutonen schlagen FC96 mit 2:0

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WALTROP - Teutonia SuS Waltrop hat das Spitzenspiel der Kreisliga A2 verdient mit 2:0 gegen den FC 96 Recklinghausen gewonnen.

Es hatte wohl kaum einer der gut 200 Zuschauer am SpoNo mit diesem einseitigen Auftakt des Spitzenspiels der Kreisliga A2 gerechnet: Tim Braun, Trainer des Tabellenführers Teutonia SuS Waltrop, hatte vor der Partie gegen den direkten Verfolger FC 96 Recklinghausen nach eigenen Angaben die Motivationskeule ausgepackt. „Hey, das war das Spiel Erster gegen den Zweiten. Ich wollte durch meine Ansage alles rauskitzeln.“ Sein Pendant Amel Odobasic musste nach dem Spiel hingegen zugeben: „Die ersten 20 Minuten gingen auf meine Kappe. Ich hatte meine Mannschaft völlig falsch eingestellt.“

Starker Auftakt

Der Großteil der Zuschauer quatschte noch mit dem Nachbarn oder nippte am heißen Kaffee, als der Waltroper Motor schon auf Hochtouren lief. Schiedsrichter Steffen Schröder (Marl) hatte gerade angepfiffen, als Daniel Del Puerto Schillo auf Felix Gutzeit passte, während dieser den Ball aus vollem Lauf gezielt in den Strafraum hämmerte. Dort lauerte der freistehende Niko Poslednik, der das Leder nur um Millimeter am Pfosten vorbei setzte (1.).

Felix Bramsel trifft

Der FC agierte wie das Kaninchen vor der Schlange, hatte keine Mittel, um sich gegen diese Übermacht durchzusetzen. Und Schillo tat in der siebten Minute genau das Richtige: Wieder erlahmte der FC-Aufbau, der Ball wurde nur hin- und hergeschoben. Der abgebrühte Offensivmann lief Paul Heron an. Unfähig, so schnell zu reagieren, stolperte Heron und verlor die Kugel. Schillo flankte auf Felix Bramsel, der zur Führung traf. 180 Sekunden später der nächste Sturmlauf der Teutonen: Doch Felix Gutzeit traf nur das Außennetz. Und nachdem ein Foul von Lukas Dzierzega an Waltrops Bramsel nicht mit einem geforderten Elfmeter geahndet wurde (20.), schien bei den Gästen ein wenig Ruhe eingekehrt zu sein.

Demis verpasst knapp

Prompt kam in der 30. Minute der von den Teutonen sonst gut in Schach gehaltene Topstürmer der Gäste, Maximilian Wilk, zur einer guten Flanke auf Robin Demes, der um Millimeter verpasste. Das hätte der Ausgleich sein können. FC-Coach Odobasic wurde in der 44. Minute wegen Meckerns hinter die Bande geschickt. Dort konnte er sich eine Strategie für die Pausenansprache überlegen. In der zweiten Hälfte wurden die Gäste sicherer, und es wurde deutlich, warum sie auf dem zweiten Platz stehen. Einen Freistoß von Christian Johns konnte Teutonen-Keeper Philip Wölki nur mit einer Glanzparade entschärfen (58.). Kurz darauf verpasste Demes nur denkbar knapp.

Bombensichere Abwehr

Die Recklinghäuser waren nun am Drücker – die Teutonen ließen sich zurückdrängen. Was Braun letztlich gelassen nahm: „Denn man darf ja nicht vergessen, dass es hier das Spiel des Ersten gegen den Zweiten war. Es war davon auszugehen, dass wir die Räume der ersten 20 Minuten nicht die ganze Zeit über haben würden.“ Brauns Abwehr stand aber bombensicher. Und als der eingewechselte Lutz Hamann in der 86. Minute das 2:0 erzielte, kannte der Teutonen-Jubel keine Grenzen mehr. „Nach den schlechten 20 Anfangsminuten hat das meine Mannschaft heute gut gemacht: Aber sie haben die Tore nicht gemacht“, bilanzierte Odobasic nach der Partie. Braun freute sich derweil über eine „überragende erste Halbzeit“ und eine taktisch gut gespielte zweite Hälfte. „Wenn man einen Sven Beckmann in so einem Spiel ersetzen kann, dann ist das überragend.“

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