+
Jetzt aber flott: Soeben hat Teutone Yusuf Yakisikli den Anschlusstreffer zum 3:4 erzielt. In der Nachspielzeit sollte ihm gar noch der Ausgleichstreffer zum 4:4-Endstand gelingen.

Kreisliga B4

Verrücktes Derby endet 4:4

  • schließen

WALTROP - Ein Derby, das alle Beteiligten so schnell nicht vergessen werden, erlebten 30 Zuschauer im Hirschkampstadion. Acht Tore, zwei durch Elfmeter, bei denen nur der Mann in Schwarz wusste, warum er sie gegeben hatte und ein Treffer, der definitiv keiner war, sorgten für ein aufregendes Duell zwischen dem VfB Waltrop und Teutonia SuS Waltrop II in der Kreisliga B4.

Schiedsrichter Erich Heindl traf an diesem Nachmittag Entscheidungen, die nicht nachzuvollziehen waren. Die wenigen Fans hatten sich an der Bande noch nicht richtig positioniert, als der Hauptdarsteller in Schwarz das erste Mal in die Pfeife pustete. Elfmeter für den VfB in der ersten Minute. Warum? Das wusste kein Mensch. VfB-Kapitän Ibrahim Hyseni verwandelte sicher.

Keine 60 Sekunden später die Antwort der Teutonen, ihres Zeichens Tabellendritter: Kapitän Pascal Almenröder erzielte den Ausgleich. Der Offensivmotor bei den Gästen lief rund, „Almi“ und Denis Özdemir spielten die VfBer schwindelig. Und prompt brachte Almenröder die Teutonen in der 11. Minute mit 2:1 in Führung. Torwart Alexander Ruscher hatte es der VfB zu verdanken, dass Yusuf Yakisikli nicht das Tor zum 3:1 nachlegte (15.).

Doch dann humpelte Denis Özdemir, zeigte an: Auswechslung. Im weiteren Spielverlauf wurde deutlich, wie sehr der 28-Tore-Mann dem Team vom SpoNo fehlte. Der VfB kam besser ins Spiel. Und jetzt war es Teutonen-Keeper Jan Gesing zu verdanken, dass der VfB nicht herankam – noch nicht. Denn nach Flanke von Joel Lehmann traf Sherif Dawud noch vor der Pause zum verdienten 2:2-Ausgleich (43.).

Und der Tabellenzehnte blieb am Drücker: Nach einer Ecke von Lehmann traf Hyseni per Drehschuss nur den Pfosten. Nach gut einer Stunde dann doch die erneute Führung für den VfB. „Das war Arbeitsverweigerung meiner Spieler“, wetterte Teutonen-Trainer Yücel Özdemir. Und er hatte recht: Seine Abwehr stellte die Arbeit ein, weil sie lautstark Abseits reklamierte. War es aber nicht. Und so konnte Dawud ohne Gegenwehr zum 3:2 einschieben (63.).

Was dann passierte, hatten selbst die hart gesottensten Fußball-Fans noch nicht erlebt. Angriff VfB in Person von Hyseni. Tunakan Turna zog ihn an der Strafraumgrenze am Trikot. Hyseni schoss, traf die Latte. Dann der Pfiff. Hatte Heindl den Vorteil abgewartet und Elfmeter gegeben? Nein! Er gab das Tor. Obwohl der Ball gut einen Meter vor der Torlinie von der Latte heruntergeprallt war. VfB-Spieler sollen nach Angaben ihres Trainers Milan Mikuljanac noch zum Schiedsrichter, der bei der Entscheidung im Mittelkreis gestanden hatte, gegangen sein, um zu sagen, dass es ein irreguläres Tor war. „Doch davon wollte der Schiri nichts wissen“, so Mikuljanac. Plötzlich lag sein Team 4:2 in Front (67.).

In der 75. Minute dann wiederum gab es Elfer für die Teutonen. „Das ist ausgleichende Gerechtigkeit, das war genauso wenig einer wie das Tor zuvor.“ Auf diesen Tenor einigten sich die Ersatzspieler und Trainer beider Teams am Rande, die zu diesem Zeitpunkt die Fußballwelt nicht mehr verstanden. Yakisikli verwandelte zum 4:3. Er erzielte auch den Treffer zum 4:4-Ausgleich in der dritten Minute der Nachspielzeit.

Yücel Özdemir, der sich endlos über den Schiedsrichter ärgerte, sagte letztlich, dass der Punkt für den VfB verdient war. Mikuljanac, der in der kommenden Saison wohl der Sportliche Leiter von Trainer Özdemir beim VfB werden wird, freute sich über den Punkt. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir so gut mithalten können.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Klaffendes Loch im Bürgersteig: Westnetz muss keine Konsequenzen ziehen
Klaffendes Loch im Bürgersteig: Westnetz muss keine Konsequenzen ziehen
Ampel nach Stromausfall wieder in Betrieb 
Ampel nach Stromausfall wieder in Betrieb 
10:2 Tore, sechs Punkte  - TuS 05 Sinsen marschiert  in die Zwischenrunde
10:2 Tore, sechs Punkte  - TuS 05 Sinsen marschiert  in die Zwischenrunde
Ärgernis Baulücken: Was die Stadt dagegen tun kann  
Ärgernis Baulücken: Was die Stadt dagegen tun kann  
Stadtpark - Eine weitere Ratsfraktion unterstützt nun die Bürgerinitiative
Stadtpark - Eine weitere Ratsfraktion unterstützt nun die Bürgerinitiative

Kommentare