Im Wartestand: Der Waltroper Noah Braida hat sich seine erste Saison in der Altersklasse U18 ganz anders vorgestellt.
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Im Wartestand: Der Waltroper Noah Braida hat sich seine erste Saison in der Altersklasse U18 ganz anders vorgestellt.

Leichtathletik

Vorfreude auf die Bergläufe - Noah Braida kämpft sich nach der Corona-Pause zurück

  • Klaus Karickas
    vonKlaus Karickas
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Erst Corona, dann ein Muskelfaserriss – Noah Braida, der beste Hürdensprinter aus dem Kreis, erlebt eine besondere „Saison“.

  • Noah Braida wollte dieser Tage eigentlich die Qualifikation für die U18-EM laufen
  • Erst bremst Corona den Waltroper aus, der sich nun nach einer Verletzung herankämpft
  • 2021 will der der 16-Jährige einen neuen Anlauf nehmen

Das letzte Wochenende hatte Waltrops Leichtathletik-Ausnahmetalent Noah Braida im Kalender ganz dick angestrichen. Denn eigentlich war die Qualifikation für die U18-Europameisterschaft angesetzt. Die fiel coronabedingt aus. Abgesagt sind auch die europäischen Titelkämpfe der U18, die vom 17. bis 19. Juli im italienischen Rieti hätten stattfinden sollen. Die EM hätte einer der Höhepunkte in der Saison des 16-jährigen Waltropers werden sollen.

Am Ende trafen Noah Braida die Absagen selbst nicht allzu hart: Verletzungsbedingt hätte er an der an der Qualifikation nicht teilnehmen können und folglich auch die Titelkämpfe verpasst.

„Ich hatte mir vor rund fünf Wochen einen Muskelfaserriss im Bizeps des Oberschenkels zugezogen und hätte daher gar nicht an den Start gehen können“, sagt der junge Waltroper. Nun aber ist die EM auf 2021 verschoben worden. „Da will ich dann wieder angreifen und alles daran setzen die Qualifikation zu schaffen“, verspricht Braida.

Weißheitszähne sorgen für nächste Trainingspause

Mit leichtem Krafttraining und lockerem Joggen hatte Braida zwar schon wieder begonnen, doch das Ziehen von Weisheitszähnen Anfang der letzten Woche sorgte erneut für eine knapp zweiwöchige Trainingspause.

„Wenn alles gut verläuft, dann kann ich in rund vier Wochen wieder sprinten. Mit dem intensiven Hürdenlauf muss ich danach allerdings noch etwas warten“, sagt Noah Braida, der in den letzten beiden Wochen der großen Ferien einen Urlaub in den Bergen plant. „Dort werde ich mich dann überwiegend mit Bergläufen fit halten. Darauf freue ich mich schon sehr“, berichtet Braida, der Anfang des Jahres aus dem U16- in den U18-Bereich gewechselt ist.

Da war die Corona-Krise noch kein Thema: Noah Braida (2.v.r.) spurtet bei den NRW-Hallenmeisterschaften in Dortmund Anfang des Jahres zu einer neuen Bestzeit.

Aufgrund von Corona hat Braida in den letzten Wochen überwiegend mit Homeschooling und Training im heimischen Waltrop verbracht. „Wobei das Training Zuhause deutlich mehr Spaß macht, als schulische Aufgaben zu erledigen“, sagt er.

So hat er sich vor seiner Verletzung mit Joggen im Moselbachpark, Bergläufen an der Zechenhalde in Waltrop und Hürdenlauf am Lehnemannshof fit gehalten. Normalerweise lebt Braida unter der Woche im Sportinternat „Klaus-Steilmann-Haus“ in Bochum-Wattenscheid und besucht das Hellweg-Gymnasium, das als „Eliteschule des Sports“ ausgezeichnet ist, im gleichen Stadtteil.

Verheißungsvoller Start ins Jahr in der Halle

Bei seinen letzten Wettkämpfen, die noch in der Halle stattfanden, wurde Noah Braida bei den Deutschen U20-Meisterschaften immerhin Deutscher Vizemeister über 4x200 Meter mit der Staffel des TV Wattenscheid. Die 60 Meter Hürden legte er in 8,57 Sekunden zurück – allerdings über die Hürden für U20-Athleten. „Die sind allerdings höher als in meiner Altersklasse“, klärt Braida auf.

Bei der U18 steht für ihn über die 60 Meter Hürden eine Bestzeit von 8,31 Sekunden zu Buche, gelaufen bei den NRW-Meisterschaften im Januar in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle.

Noch Hoffnung auf einen Start bei der Jugend-DM

Zumindest einen wichtigen Wettkampf könnte Noah Braida in diesem Jahr noch bestreiten: Die für Juli geplanten deutschen Jugendmeisterschaften U18/U20 sollen im September in Ulm nachgeholt werden. „Wenn ich keinen Rückschlag erlebe und ich bis dahin fit bin“, so der Waltroper, „dann würde ich in Ulm gern starten.“

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