Knapp geschlagen wird hier die Waltroperin Charlotte Becker (r.) bei der DM im Straßenrennen von Lisa Brennauer (vorn).
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Charlotte Becker aus Waltrop

Radsport

Wegen Olympia: Charlotte Becker hängt noch eine Saison dran

  • Klaus Karickas
    vonKlaus Karickas
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Umgeplant: Eigentlich wollte die Radsportlerin Charlotte Becker 2020 ihre Karriere beenden. Wegen der Verschiebung der Olympischen Spiele hängt die Waltroperin aber noch eine weitere Saison dran.

  • • Aktuell wohnt Charlotte Becker in Berlin.
  • • Bereits 2012 und 2016 nahm die Waltroper an Olympischen Spielen teil.
  • • Becker strebt bei der Bundespolizei den gehobenen Dienst an.

Der Plan von Charlotte Becker war: 2020 sollte für die Waltroper Profi-Radsportlerin, die zurzeit in Berlin wohnt, das letzte in ihrer langen und überaus erfolgreichen Kariere werden. Doch Beckers Sportgerät war im Laufe dieses Jahres nur in Teilzeit beschäftigt. Na klar, denkt jeder sofort: Wegen Corona konnte Becker ihrem Sport nicht wie gewohnt nachgehen. Das ist aber nur ein Teil der Wahrheit. Mitte des Jahres bekam die Polizeihauptmeisterin bei der Bundespolizei die Chance, sich in einer halbjährigen Ausbildung für den gehobenen Polizeidienst zu qualifizieren. „Ich habe kurz überlegt, aber man muss auch an die Zeit nach dem Sport denken, da habe ich das Angebot angenommen“, erzählt sie.

So hat sie in den letzten vier Monaten in der Bundespolizeisportschule Kienbaum (Brandenburg) wieder die Schulbank gedrückt. „Das war ganz schön anstrengend, zumal ich mit Abstand die älteste im Lehrgang war“, erzählt die sympathische Waltroperin, die dennoch jede freie Minute zum Training genutzt hat. Seit Montag (21. Dezember) ist sie für vier Wochen im praktischen Einsatz im Dortmunder Hauptbahnhof, ehe anschließend mit einem vierwöchigen Praktikum in Berlin die Ausbildung endet. „Ich hoffe, dass ich bestehen werde“, so Becker.

37-Jährige plant dritte Olympia-Teilnahme an

Doch zurück zum sportlichen Teil des Lebens der 37-jährigen Modellathletin: Nach zwei Teilnahmen an olympischen Spielen (2012 London und 2016 Rio de Janeiro) hatte Charlotte Becker die Hoffnung auch im Juli/August diesen Jahres in Tokio zum deutschen Aufgebot zu zählen. Auch andere Athleten schuften für das große Ziel. Die Spiele fielen aus, wie die meisten Wettkämpfe die in diesem Jahr geplant waren. Was nun?

Dienst im Dortmunder Hauptbahnhof

„Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg“, sagt Becker. Nun freut sie sich erst einmal auf die nächsten Wochen, denn wenn sie ihren täglichen Dienst im Dortmunder Hauptbahnhof beendet hat, geht es ab nach Waltrop, wo ein Großteil ihrer Familie lebt. Doch nicht nur die Familie ist in Waltrop zuhause. Auch ihr Pferd Bela steht auf dem elterlichen Hof.

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