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Franziska Kampmann (2.v.l.) hat einen Platz im deutschen Doppel-Vierer so gut wie sicher.

Rudern 

Ein großer Schritt in Richtung Olympia 2020

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Tokio ist weit weg, doch auf dem Weg nach Olympia 2020 ist die Waltroper Ruderin Franziska Kampmann in diesen Tagen ein ziemlich großes Stück weitergekommen.

  • Franziska Kampmann aus Waltrop hofft auf eine Teilnahme an den olympischen Spielen in Tokio. 
  • Die Ruderin hat jetzt in Berlin starke Leistungen abgerufen.  
  • Beim Weltcup in Italien (10. bis 12. April) sitzt sie für Deutschland im Doppelvierer. 

 Wie Andreas Erdtmann, Trainer beim Waltroper Ruderverein, mitteilt, „hat sie das Tor zur Teilnahme an Olympia in den letzten Tagen ganz weit aufgerissen“. Im Ruderzentrum des Landesverbandes Berlin stand zunächst ein Ergometertest auf dem Programm. Elf Aktive Ruderinnen des Deutschen Ruderverbandes waren am Start und Franziska Kampmann belegte hier einen hervorragenden vierten Rang.

Sieg im Doppelzweier

Doch es sollte noch besser kommen. Denn am Freitag letzter Woche mussten sich die Ruderinnen im Einer mit Vorlauf beweisen. Bei Kampmann lief es gut, sie landete mit zwei Zehntel Sekunden Rückstand auf dem Silberrang. Einen Tag später standen dann die Rennen im Doppelzweier auf dem Programm. Gemeinsam mit der Hannoveranerin Carlotta Nwajide vom Deutschen Ruderclub von 1884 konnte sich die Waltroper Ausnahmeathletin den Sieg sichern. 

Coronavirus gefährdet Weltcup in Italien

Am Dienstag dann gab der Deutsche Ruderverband im Rahmen des Trainingslagers in Ourese (Spanien) dann die Besetzung des Doppelvierers für das erste Weltcuprennen der Saison bekannt, das vom 10. bis 12. April im italienischen Sabaudia ausgetragen wird. Und Franzi Kampmann wird mit im Boot sitzen. Weitere nominierte Ruderinnen sind Frieda Hämmerling (RG Germania Kiel), Michaela Staelberg (Crefelder Ruderclub 1883) und Carlotta Nwajide (Deutscher Ruderclub von 1884/Hannover). „Ob dieser Weltcup in vier Wochen in Sabaudia überhaupt stattfinden wird, steht wegen des Corona-Virus momentan aber noch in den Sternen“, gibt Andreas Erdtmann zu bedenken. 

Platz vier bei der Weltmeisterschaft

Aufgrund der guten Platzierung bei der letzten WM in Linz, als der Deutsche Doppelvierer der Frauen hinter China, Polen und den Niederlanden den vierten Platz belegte, ist das Boot bereits für die Olympischen Spiele qualifiziert. Allerdings kann sich an der Bootsbesatzung noch etwas verändern. Doch wie Kampmann im Telefonat mit Andreas Erdtmann mitteilte, sähe es wohl so aus, dass Frieda Hämmerling und sie selbst ihren Platz im Boot so gut wie sicher haben. „Es kann natürlich immer noch etwas passieren, wie beispielsweise eine schwere Verletzung“, sagt Erdtmann. Wenn aber alles nach Plan läuft, dann wird Kampmann mit dem Doppelvierer der Frauen in der Zeit vom 24. bis 31. Juli auf der Regattastrecke in Tokio auf Medaillenjagd gehen.

Bei der U23-WM in Bulgarien hatte Franziska Kampmann Bronze gewonnen. 

Auch andere Sportler aus dem Kreis hoffen auf eine Olympia-Teilnahme.

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