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Parkprobleme vor der Realschul-Turnhalle: Weil Abstellmöglichkeiten fehlen, stehen Fahrräder während der Hallennutzungszeiten kreuz und quer vor dem Eingang, manchmal sogar im Innenraum.

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"Ohne das städtische Okay geht es nicht"

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Waltrop - Parkprobleme vor der Realschul-Turnhalle: Weil Abstellmöglichkeiten fehlen, stehen Fahrräder während der Hallennutzungszeiten kreuz und quer vor dem Eingang, manchmal sogar im Innenraum. Mülleimer und Treppenaufgang sind zugestellt, Fluchtwege damit verbaut. Die Folge: Grundschüler der benachbarten Kardinal-von-Galen Schule müssen auf dem Weg zum Sportunterricht auf die Straße ausweichen – eine unschöne Situation.

TVE-Geschäftsführerin Elke Beermann hat vollstes Verständnis für die Beschwerden. Mehr noch, seit langem kämpft sie für die Anschaffung eines Fahrradständers vor der Halle. Bereits vor mehreren Jahren habe die Stadt auf ihre Anfrage hin signalisiert, dies bei der Planung eines kompletten Umbaus im Eingangsbereich zu berücksichtigen. Im Gespräch sei damals sogar eine zusätzliche Rampe für Buggys und Kinderwagen gewesen. Doch was ist seither geschehen? Nicht das Geringste. Dabei scheint eine Neugestaltung allemal nötig, die gesamte Parksituation mit Autos, Mofas und eben Fahrrädern birgt beinahe täglich Gefahrenquellen.

Umbau

„Natürlich wäre es wünschenswert, wenn konkret über einen kompletten Umbau nachgedacht wird. Das lässt sich aber nicht aus dem Ärmel schütteln. Ein Fahrradständer wäre daher ein guter Anfang, der die Situation erst einmal entschärft, wenn er denn passend platziert wird“, sagt etwa Barbara Lenz aus der Schulpflegschaft der Galen-Schule stellvertretend für viele Eltern. Ein kleiner Schritt mit großer Wirkung quasi. Doch ohne das städtische Okay geht es nicht. Denn dem TVE sind steuerrechtlich die Hände gebunden. Die Krux: Auf eigene Initiative dürfe der Verein nicht tätig werden, sagt Elke Beermann. „Wenn wir eine Anschaffung für die Stadt übernehmen, gefährden wir laut Steuerberater unsere Gemeinnützigkeit.“

43-prozentige Beteiligung

Zwar dürfe sich der Verein gemessen an seiner Hallennutzung mit bis zu 43 Prozent an den Kosten beteiligen, doch einen Sinn kann die Geschäftsführerin darin kaum sehen: „Müssen wir dann Schilder anbringen, dass ein bestimmter Anteil nur für TVE-Mitglieder nutzbar ist? Und was geschieht, wenn der Verein vielleicht einmal eine andere Sportstätte nutzen muss, müssen wir unseren Teil dann absägen und mitnehmen?“

Die Stadt müsse doch auch ein Interesse daran haben, dass möglichst viele Menschen umweltbewusst mit dem Fahrrad zum Sport kommen und damit gleichzeitig die Parksituation entschärfen. Stattdessen hätte Beermann von Dagmar Windisch vom Sportamt sinngemäß zu hören bekommen, dass der Ständer sowieso nur von Vereinsmitgliedern genutzt würde. „Sind wir TVEler Bürger zweiter Klasse?“, fragt Beermann. Nein, sagt Dagmar Windisch auf Nachfrage dieser Zeitung: „Wenn der Eindruck entsteht, ist das natürlich nicht in Ordnung.“

Geschickte Lösung

Windisch bestätigte die Anfrage, man habe sich bereits mit Modellen auseinandergesetzt, die etwa der Fahrradclub favorisiert. „Man muss zudem eine geschickte Lösung finden, wo man den Fahrradständer aufstellt und welchen Untergrund man dafür schafft, ob man zum Beispiel eine Pflasterfläche benötigt. Wir wollen allen Seiten gerecht werden.“ Das ginge am besten, wenn sich Sportamt und TVE zusammensetzen. Windisch will Beermann dazu jetzt zeitnah kontaktieren.

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