Schultafel mit Rechenaufgabe samt falschem Ergebnis
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Vorsicht, liebe Kinder, das ist natürlich falsch. Aber diese Rechnung sollte tatsächlich mal bei einem Fußballtraining aufgehen.

Am Rande notiert

Aufgeschnappt für die Ewigkeit - diese Sportzitate sorgen immer noch für Erheiterung

  • Jochen Börger
    vonJochen Börger
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Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird – aber bei so manchem Spruch in den Sporthallen und auf den Fußballplätzen darf gelacht werden

Ja, wir alle lieben diese handfesten Verbalkonter, die den Sportbetrieb erst so richtig würzen. Da wir darauf zwangsweise in den kommenden Wochen – gar auch Monaten – wohl weiter werden verzichten müssen, erlauben wir uns an dieser Stelle eine Rückschau – irgendwo zwischen Phrasenmäher und Philosophie:

Der Kulinariker:
Essen hält Leib und Seele zusammen, klar! Aber auch den Mannschaftsgeist? Zumindest in einem Fall dürfte man einst für zumindest kurze Zeit Zweifel gehegt haben. Eberhard Metz, Spitzname „Ebse“, hatte in seiner Zeit als Trainer der Handballer des FC Erkenschwick einmal dermaßen die Nase voll von den Darbietungen, dass er seinen Jungs folgendes kurz und knapp servierte: „Ihr spielt wie Pizza Margherita! Nix drauf!“ Genüsslicher kann man als Coach wohl kaum noch seinem Team verdeutlichen, dass man eine ziemlich fade Suppe koche. Ob sich die Ansage gelohnt hat und es fortan in der Willi-Winter-Halle flotter zuging, sodass die Handballer aufblühten wie eine doppelte Calzone-Pizza, ist nicht aktenkundig.

Der Gyros-Irrwisch:
Es begab sich Ende der 1990er-Jahre auf dem inzwischen zum Naturreservat mutierten Sportplatz an der Karlsbader Straße in Recklinghausen-Hillerheide. Während eines leider heute nicht mehr ganz klar einzuordnenden Kreisliga-Fußball-Spiels setzte sich ein Lokalfotograf hinter das Tor und traf auf einen höchst redseligen Keeper. Seine Kumpels im Mittelkreis präsentierten einen eher lauwarmen Kick, der Keeper erzählte dagegen eine heiße Geschichte vom Vorabend. Keine Sorge, alles ist jugendfrei, es geht nur – mal wieder – ums Essen. „Das glaubste nicht. Da hol ich mir ’ne Gyros-Tasche und fahr mit dem Fahrrad los. Freihändig natürlich, ich hatte ja Hunger. Plötzlich semmelt mich einer um. Rad ist kaputt. Aber weißte was, Gyros hab’ ich hochgehalten. Und weitergegessen!“ Dass während der ausgiebigen Unfallberichts-Schilderung gegenüber dem Fotografen samt großartiger Gestik ein gegnerischer Ball aus 35 Metern sich aufs Tor zu senken drohte, merkte der „Gyros-Irrwisch“ erst im letzten Moment. Das Ding landete aber auf der Latte – es folgte die Analyse, scharf wie eine „Pita mit alles“: „Hömma, voll mein Wochenende!“

Der „A-Mann“:
Legendär, längst für einen Eintrag in die Geschichtsbücher qualifiziert, aber an dieser Stelle noch mal kurz erzählt: Vor Spielbeginn kommt der Coach eines Amateurfußball-Teams im Kreis in die Kabine und impft seinen Kickern Motivation pur bis in die Haarspitzen ein: „Männer, heute zählen nur die 3 A’s: Abwehr, Angriff, Angagement!!“ Ein Satz, wie gemacht für die Ewigkeit. Und ganz klar, hier macht niemand einem ein Y für ein Z vor…

Der Berechnende:
Noch gar nicht lange ist es her, da geriet ein Fußball-Team im Ostvest kurzzeitig ins Grübeln, ob folgende Rechnung wirklich aufgeht: Gerade auf dem Trainingsplatz angekommen, lautete die Ansage: „Ihr sechs spielt Fünf-gegen-Zwei!“ Da stand die Gruppe nun wie eine Truppe rätselnder sieben Zwerge und wähnte sich im falschen Märchenfilm.

Der „Ihmchen“:
Ach, was waren das für herrliche Zeiten, als die Platzwarte nicht nur den Rasen mähten, sondern auch zur Verbaldresche ansetzten. Männer, die um ihre Taten nicht viel Worte machten, aber wenn es drauf ankam, klare Sprachkante zeigten. Der inzwischen verstorbene Willi Schwerdt vom VfB Waltrop war einer dieser Protagonisten. So ging er einst zu seligen Oberliga-Zeiten in den 1980er-Jahren eines Tages auf den Schiri zu und gab ihm einen klaren Auftrag mit drei simplen Worten mit auf den Weg: „Merk Ihm Ihm!“

Der Kopfgesteuerte:
Und dann war da noch der Vereinsvorsitzende, von dem wir jüngst in einem Gespräch wissen wollten, wie es um seine weitere Zukunft im Funktionärswesen bestellt sei. Der Mann atmete tief durch, man konnte geradezu spüren, dass er eigentlich gar nichts zu dem Thema sagen wollte. Um dann aber doch eines klarzustellen: „Dazu muss ich mich erst mal im Kopf integrieren.“

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