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In seinem letzten Einsatz auf dem Feld hatte auch Ahmet Inal gegen seinen alten Klub SV Horst-Emscher 08 einen schweren Stand.

Westfalenliga-Kader in Erkenschwick wird sich verändern

Spvgg.: Zehn Abgänge, aber kein Ausverkauf

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OER-ERKENSCHWICK - Ein bisschen Wehmut kam auf am Sonntag um kurz vor 15 Uhr auf der Jule-Ludorf-Sportanlage. Gleich zehn Spieler wurden bei der Spvgg. Erkenschwick verabschiedet. Nach einer durchwachsenen Saison kann man von einer Zäsur sprechen. „Es ist nicht so, dass wir zehn Spieler wegschicken“, sagt Trainer Ahmet Inal.

Etliche Weggänge seien halt nicht abzuwenden gewesen. „Philipp Kunz etwa hört aus beruflichen Gründen auf, Dennis Konarski und Kevin Lehmann wagen im etwas reiferen Fußballeralter den nächsten Schritt, Philipp Mandla und Jan Binias gehen in die Regionalliga, zählt der 37-Jährige auf.

Mandla wechselt zu TuS Haltern

Konarski (SV Sodingen) und Lehmann (TuS Haltern II) versuchen sich als spielenden Co-Trainer, Mandla (TuS Haltern) und Binias, den es nach Berlin zieht, suchen höherklassig neue Herausforderungen. Deniz Bastürk kam in dieser Saison nicht zum Zuge, Sascha Drepper und der aus einer langen Verletzungspause gekommene Jannik Bröcker (zu Vestia Disteln) „brauchen mal in einer Saison ihre Spiele“.

Die könne Inal ihnen in der Westfalenliga in der nächsten Saison nicht garantieren. Eleftherios Ilias ist beruflich eingespannt, wie es auch Danny Tottmann ist, der nun auch den Verein verlassen wird. „Bei ihm haben wir bis zuletzt nach einer Lösung gesucht“, versichert der Trainer. „Am Ende eines langen Tages haben wir Trainer und der Vorstand entschieden, nicht mit ihm weiter zu machen. Danny ist ein feiner Kerl, aber er ist eben auch berufsbedingt eingeschränkt.“

Ahmet Inal redet Klartext: „Wir wollten um die Plätze eins bis drei mitspielen. Das Ziel haben wir verfehlt in dieser Saison. Da ist es normal, dass es im Kader Veränderungen geben wird.“ Gespräche mit weiteren Zugängen, darunter einem Regionalliga erfahrenen Torhüter, seien weit fortgeschritten.

In Zukunft soll es mehr über Tempo gehen

Die Marschroute für die kommende Spielzeit ist klar: „In der Liga kannst du nur über Tempo kommen. Horst-Emscher hat innen gegen uns alles dichtgemacht, da kommst du nicht durch, wenn du kein Tempo machst.“

Tempofußball will Inal in der kommenden Spielzeit mit einer verjüngten Truppe spielen, dessen Köpfe unter anderem Hakan Gökdemir und Lukas Große-Puppendahl sein sollen, die in der Mitte das Gerüst bilden dürften.

Vor allem erwartet der 37-Jährige eine hohe Trainingsbeteiligung. Inal plant eine vierte Einheit in der Woche einzuführen. „Dafür brauchst du eine große Disziplin im Kader“, sagt der Ex-Profi.

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