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Christian Heidel (l.) und Clemens Tönnies suchen nach einem neuen Co-Trainer.

Nur 1,06 Punkte im Schnitt

Schalker Hinrunde offenbart jede Menge Schwächen

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Gelsenkirchen - Christian Heidel ist ein Freund von Zahlen. Der Schalker Sportvorstand beschäftigt sich nach jedem Pflichtspiel intensiv mit Statistiken. Nach einer aus Schalker Sicht enttäuschenden Bundesliga-Hinrunde dürfte der 55-Jährige nur mit Bauchschmerzen einige alarmierende Zahlen zur Kenntnis nehmen.

Schwächste Bundesliga-Hinrunde seit 25 Jahren:

Nur 18 Punkte aus 17 Spielen sind für die Königsblauen eine Bilanz, die in keiner Weise ihren Ansprüchen genügt. Domenico Tedesco holte mit seiner Mannschaft nur 1,06 Punkte im Schnitt. Schwächer war Schalke zuletzt in der Saison 1992/93. Damals holten die Blau-Weißen nur 16 Zähler, allerdings gab es damals noch die Zwei-Punkte-Regel.

Spieler im Einsatz:

Kein Bundesligist setzte nach 17 Spieltagen mehr Spieler ein als Schalke 04. Das lässt sich als Indiz dafür werten, dass sich keine Stammformation in der ersten Saisonhälfte entwickelt hat. Tedesco rotierte viel, meist ohne Erfolg. Hinzu traten in der Endphase der ersten Halbserie zahlreiche verletzte Spieler, vor allem im Angriff.

Torjäger gesucht:

Schalke erzielte nur 20 Tore, auch das ist ganz schwach. Von den Stürmern kann nur Neuzugang Steven Skrzybski mit seiner Ausbeute zufrieden sein, der immerhin dreimal ins Schwarze traf. Das tat auch Mittelfeldspieler Nabil Bentaleb. Skrzybski und Bentaleb stehen damit an der Spitze der Schalker Torschützenliste nach der Hinrunde.

Ranglisten ohne Schalker Spieler:

Der schwache Auftritt in der Bundesliga korrespondiert mit dem Fehlen von Schalker Spielern auf vorderen Plätzen in der Kicker-Rangliste. Weder bei den Torhütern noch bei den Feldspielern sind königsblaue Kicker zu finden. Besonders dramatisch ist dabei der Abstieg von Schlussmann Ralf Fährmann zu bewerten, der sich nach dem frühzeitigen WM-Aus Hoffnungen gemacht hatte, beim Neuaufbau der Nationalmannschaft dabei zu sein.

Mittelmäßige Chancenauswertung:

Auch in diesem Bereich hat Schalke noch viel Luft nach oben. Rang zwölf im Bundesliga-Ranking ist unbefriedigend.

Schwächen bei Standards:

Über 45 Prozent seiner Gegentore, nämlich elf von 24, kassierten die Schalker nach Standards. Nur der SC Freiburg (48 Prozent) kassierte noch mehr Gegentreffer auf diese Art und Weise.

Fehlendes Umschaltspiel:

Wie Werder Bremen und Hannover 96 gelang Schalke nach 17 Spieltagen kein einziges Kontertor. Kein Wunder, dass Trainer Tedesco ein Schnelligkeitsdefizit bei seiner Mannschaft längst ausgemacht hat.

Fazit:

Die zahlreichen Defizite sollen unter anderem mit einem zweiten Co-Trainer behoben werden. Tedesco bestätigte in einem Sky-Interview entsprechende Schalker Pläne. Zwei, drei Kandidaten habe man im Kopf. Bis zum Trainingsauftakt am 4. Januar könnte der neue Assistenzcoach verpflichtet sein. Außerdem soll der Kader verkleinert werden.

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